1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Altstadt

Schüler des St. Ursula Gymnasiums Düsseldorf laufen für einen guten Zweck.

Soziales Engagement in Düsseldorf : Schüler laufen und schlendern für den guten Zweck

Die Spendengelder, welche die Schüler des St. Ursula Gymnasiums sammeln, werden weltweit eingesetzt. In diesem Jahr wird auch eine von der Flutkatastrophe betroffene Schule in Bad Münstereifel unterstützt.

Felix ist etwas außer Atem. Doch das ist dem Schüler des St. Ursula Gymnasiums egal. „Ich habe schon zwölf Kilometer geschafft und will noch sechs drauflegen“, sagt Felix. Schnell kippt er einen Becher Wasser auf dem Schulhof herunter und stürmt wieder hinaus zur Rheinuferpromenade.

Felix ist einer von mehr als 1100 St. Ursula-Schülern, die beim „Charity Walk“ des Altstadt-Gymnasiums möglichst viele Kilometer machen wollen. Manche nehmen die Bezeichnung Walk wörtlich und schlendern gemütlich zwei Stunden lang über die beiden vorgegebenen Strecken, andere nehmen es sportlich und laufen so weit die Füße tragen. Damit man am Ende tatsächlich berechnen kann, wie viele Kilometer zusammengekommen sind, haben alle Beteiligten einen Laufzettel, der an den Kontrollpunkten abgestempelt werden muss. „Wir haben zwei Strecken vorgegeben. Eine führt am Rhein entlang bis zum Landtag und wieder zurück, was sechs Kilometer sind. Die andere geht über die Rheinkniebrücke, auf der Oberkasseler Seite am Rhein entlang und über die Oberkasseler Brücke wieder zurück. Das sind insgesamt 8,9 Kilometer“, sagt Schulleiterin Anne Stamm.

  • Sie sollen nach den Herbstferien aus
    Maskenpflicht soll in den Schulen fallen : Schüler dürfen bald wieder durchatmen
  • In Berlin nahmen die  Lehrerin Kathrin
    Zum Thema Holocaust und Antisemitismus : Gymnasium Odenkirchen erhält 2. Preis im bundesweiten Wettbewerb
  • Auch die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde
    Spendenlauf-Aktion in Anrath : Lise-Meitner-Gymnasium hilft zwei Schulen nach dem Hochwasser
  • Ein Trio für die Remscheider Schüler:
    Stadtschülervertretung für Remscheid : Ein Sprachrohr für 16.000 Schüler
  • Grundschülerinnen und Grundschüler aus Krefeld machten
    Gymnasium Fabritianum in Krefeld : Im FabritzLAB werden Nachwuchs-Forscher aktiv
  • Kevin Cords ist seit Mai 2019
    Jugendarbeit in Radevormwald : „Life“ startet Nachhilfe-Projekt „Aufholjagd“

Die Ermittlung der Distanzen ist für das Endergebnis des Charity Walks von entscheidender Bedeutung. „Die Kinder und Jugendlichen haben sich Sponsoren besorgt, die pro gelaufenen Kilometer zwischen 50 Cent und zwei Euro spenden“, sagt Stamm. „Bei unserem letzten Charity Walk kamen so gut 55.000 Euro zusammen.“ Mit einem ähnlichen Ergebnis rechnet die Schulleiterin auch diesmal, obwohl 140 Schüler nicht dabei sein können. Sie befinden sich auf Studienfahrten in München, Nürnberg, Hamburg, Amsterdam und Berlin. „Wir haben sie aber aufgefordert, an ihren Smartphones den Kilometerzähler einzuschalten und ihre am Tag des Charity Walks gelaufenen Kilometer ebenfalls zu spenden.“

Die Schulleiterin weiß auch schon, wofür das Geld verwendet wird. „Ein ehemaliger St. Ursula-Schüler hat den Verein Beebob gegründet. Der engagiert sich für Kinder in Kambodscha. Eine unserer Kolleginnen engagiert sich für die Nardini Sisters, die sich in Südafrika um die Fürsorge von Aids-Waisenkindern kümmern und wir spenden auch für Haiti Med, eine Organisation, die sich um medizinische Hilfe auf Haiti kümmert“, erläutert Stamm. Erstmals ist auch ein Spendenkontingent für die St. Angela Schule in Bad Münstereifel vorgesehen. Sie stand während der Flutkatastrophe unter Wasser und muss komplett saniert werden. Alle Spendenzwecke wurden in Zusammenarbeit mit der Schülervertretung (SV) festgelegt.

„Die meisten Schüler und Schülerinnen stehen hinter dem Charity Walk“, sagt SV-Mitglied Dominik Busch. „Es ist wichtig, die zu unterstützen, mit denen solidarisch zu sein, die es, wie die Kinder in Kambodscha, nicht so gut haben wie wir und ihnen so eine bessere Zukunft zu ermöglichen.“ Der Schulleiterin fiel jedenfalls ein Stein vom Herzen, als der Charity Walk 2021 gestartet war: „Für die Schüler und Schülerinnen war es wichtig, trotz Corona-Krise wieder soziale Kontakte untereinander zu haben und gleichzeitig karitative Akzente zu setzen.“