Altstadt: Neue Lokale bieten Basilikum-Eis und Gurke-Apfel-Ingwer-Saft

Altstadt : Neue Lokale bieten Basilikum-Eis und Gurke-Apfel-Ingwer-Saft

Schnell ist das Essen, das die jungen Mitarbeiter des "Dean & David" servieren. Weniger als fünf Minuten müssen die Gäste warten. Was dort über die Theke geht, sind aber trotzdem keine Pommes, Burger oder Currywürste, sondern Suppen, Salate und Smoothies mit Namen wie "Supersonic", "Sporty" und "Vitality".

Schnell ist das Essen, das die jungen Mitarbeiter des "Dean & David" servieren. Weniger als fünf Minuten müssen die Gäste warten. Was dort über die Theke geht, sind aber trotzdem keine Pommes, Burger oder Currywürste, sondern Suppen, Salate und Smoothies mit Namen wie "Supersonic", "Sporty" und "Vitality".

Nicht weniger als eine "Entgiftung" verspricht die Internetseite des 2007 gegründeten Franchise-Unternehmens beim Verzehr seines Essens. Murat Kara, der das neue Schnellrestaurant an der Hunsrückenstraße leitet, drückt sich bescheidener, aber ähnlich aus.

"Wir machen richtig gutes Essen, von Hand zubereitet", sagt Kara. Er spricht von "Healthy Fast Food", also gesundem, schnellen Essen. Die meisten Kunden kauften Salate, viele nähmen aber auch einen Smoothie - zum Beispiel den eher bizarren "Green Detox" aus Spinat, Banane und Basilikum. Nicht alle Dinge auf der Speisekarte sind so anders wie der "Detox", als Gegenpol verkauft Kara klassisches Süßgebäck wie Muffins - die er entsprechend des Lokalkonzepts "Sweets" nennt. "Nicht alles ist bei uns grün", sagt Kara.

Dennoch achte er darauf, dass das Fleisch für die indischen (scharf) und thailändischen (sehr scharf) Currys von "regionalen Herstellern" stamme, das Wasser in den Flaschen aus einer Quelle "in der Gegend". Der Rewe "To Go" an der Ecke, zu dem in jeder Mittagspause die Menschen aus den umliegenden Büros pilgern, mache keine Konkurrenz. "Wir machen alles frisch vor den Augen der Kunden, bei uns gibt es kein Convenience", sagt Kara. Mitnehmen könne man trotzdem jedes Gericht, von der Rote-Linsen- Suppe bis zum Gurke-Apfel-Ingwer-Saft.

Fünf Gehminuten entfernt eröffnete vier Tage nach Karas Restaurant das "Loft" am Carlsplatz. Auch dort gibt es Currys und Salate, die Spezialität des Hauses ist jedoch Eis aus der traditionellen Rührmaschine. "Das stellen wir selbst jeden Tag frisch her", sagt Geschäftsführer Jan Gerlach. Das Eis kennen die Besucher der Filiale am Medienhafen schon, in der Gerlach das Restaurantkonzept testen konnte. "Dort konnten wir auch Dinge ausprobieren, die nicht funktioniert haben."

Eine Neuheit des "Loft" ist der sogenannte "Onlinesalat": Kunden können sich auf der Homepage ihre grüne Mahlzeit individuell zusammenbauen und sie dann in der Mittagspause abholen. "Currys und Salate sind als Fast Food nicht so etabliert wie Pommes", sagt Gerlach. Viele Menschen wüssten nicht einmal, was ein Curry - ein Sammelbegriff für sämige Soßen mit verschiedenen Gewürzen - eigentlich ist. Selbst beim Eis kann man im "Loft" noch etwas lernen: "Stark nachgefragt ist neben dem Karamelleis mit weißer Schokolade auch Erdbeere mit Basilikum", sagt Gerlach.

(bur)