Altstadt: Kunst im Ambiente eines Wohnzimmers

Altstadt: Kunst im Ambiente eines Wohnzimmers

Elena Panknin und Chris Catme haben den Akademierundgang an die Ritterstraße verlegt.

Ihre Kunst scheint auf diesen Raum zugeschnitten zu sein. Sie fügt sich in das Ambiente und vermittelt gemeinsam mit der Location eine angenehme Atmosphäre. "Es ist ein bisschen wie im Wohnzimmer", finden Elena Panknin und Chris Catme. Die ehemalige Schülerin der Kunstakademie und der Student, der kurz vor dem für 2019 geplanten Abschluss steht, haben den traditionellen Rundgang 2018 an die Ritterstraße 10 verlegt - nur einen Steinwurf von der Akademie entfernt.

"Wir haben das selbst in die Hand genommen. Denn hier können wir mehr als nur ein Bild zeigen," erklärt Chris Catme. Als Meisterschüler von Rita McBride verbindet ihn mit Elena Panknin, Meisterschülerin von Siegfried Anzinger und auch als Kuratorin unterwegs, eine auf der Kunst aufgebaute Freundschaft: "Wir passen gut zusammen, inspirieren uns gegenseitig." Folgerichtig stellen sie den Titel "artfriends" über den Rundgang dieser Ausstellung und freuen sich über die gelungene Symbiose ihrer beiden Kunstrichtungen: "Wir wollen uns in der Kunst als Freunde präsentieren."

Elena Panknin mit Abschluss 2003 als Modedesignerin und 2017 als Schülerin der Kunstakademie liebt es, Porträts, Landschaften und Blumen in Öl auf die Leinwand zu bringen. Die Arbeiten von Chris Catme dagegen basieren auf Fotos, die per Siebdruck transferiert und dann malerisch weiterbearbeitet werden. Collageartig aufgebaut vermittelt jede Arbeit eine eigene Geschichte: "Dazu brauche ich viele Arbeitsschritte, hole das Bild immer wieder hervor und irgendwann ist es fertig." Beim Rundgang 2016 wurde die Internet-Kunstszene durch eine in der Klasse der damaligen Akademie-Rektorin Rita McBride erstellte Skiläufer-Skulptur auf ihn aufmerksam. Jetzt aber sind die Arbeiten von Elena Panknin und Chris Catme in dem Haus zu sehen, das aus dem 17. Jahrhundert stammt und über Jahrzehnte Heimat des Buch- und Kunstantiquariats Hans Marcus war. "Es stand als eines der ersten Häuser Düsseldorfs außerhalb der Stadtmauer. Deshalb musste keine Steuer entrichtet werden", erzählt Barbara Marcus. Die Tochter ließ den 70 Quadratmeter großen Bereich im denkmalgeschützten Gebäude an der Ritterstraße mit Eingang durch den malerischen Innenhof komplett renovieren und ist jetzt gemeinsam mit Annik Roecker Herrin dieser unter "BREN Eventspace" bekannten Ausstellungs- und Eventlocation mit Beiküche und Außenbereich: "Hier passen Kunst und Feste aller Art hinein." Die Ausstellungs-Premiere ist auf jeden Fall geglückt. "Wir freuen uns über ganz viele Besucher", sagen Elena Panknin und Chris Chatme.

Öffnungszeiten: Bis 4. Februar, täglich 14 bis 21 Uhr. BREN Eventspace, Ritterstraße 10.

(RP)