Altstadt/Lohausen: Flughafen hat neue Seelsorger

Altstadt/Lohausen: Flughafen hat neue Seelsorger

Vor knapp einem Jahr wurde die Flughafen-Seelsorge ökumenisch.

Ein plötzlicher Todesfall im Urlaub, ein ohne Geld gestrandetes Kind oder eine dramatische Abschiebung - täglich geraten Menschen am Flughafen in Not. Um in solchen Fällen seelischen Beistand zu haben, gibt es die ehrenamtlichen Flughafen-Seelsorger. Nachdem das Programm im Frühjahr vergangenen Jahres eingestellt worden war, wurde am Samstag in der Berger Kirche der erste ökumenische Ausbildungsgang vorgestellt. Neben 14 bereits früher aktiven Ehrenamtlern kamen insgesamt 13 neue Flughafen-Seelsorger dazu, so wie Ruth Kaever: "Ich war sofort angetan." Für sie ist der Flughafen ein spannender Arbeitsort: "Die Vielfalt, die die Menschen an den Flughafen treibt, ist riesig", sagt sie.

Entsprechend anspruchsvoll sei auch die Aufgabe der Seelsorger, die sich um Passagiere und Mitarbeiter kümmern. Seit einem Jahr beteiligt sich neben der evangelischen auch die katholische Kirche an dem Projekt. Für Stadtdechant Ulrich Hennes ist das selbstverständlich: "Der Flughafen ist fast eine eigene Kleinstadt. Wir wollen als christliche Kirchen gemeinsam präsent sein", sagt er. Ein Ehrenamtlicher besetzt den Schalter der Flughafen-Seelsorger, der andere macht einen Rundgang durch die Terminals. "In einer Schicht sind das bis zu sieben Kilometer", sagt Kaever.

(het)