Düsseldorf: Sparkasse zeigt sich bemüht um Altstadtkunden

Filial-Schließung in Düsseldorf : Sparkasse will sich um Altstadtkunden bemühen

Das Institut hat Ideen vorgestellt: Eine Gewerbekundenkasse und Cash-Collect-Automaten soll es geben.

Die Schließung vieler Sparkassen-Filialen im Düsseldorfer Raum ist ein heiß diskutiertes Thema. Zuletzt regte sich Widerstand aus der Altstadt, wo die die Filiale an der Bolkerstraße dicht gemacht werden soll. Bei den ansässigen Wirten ist der Ärger groß. Die Altstadtwirte äußerten Bedenken und baten Vertreter der Sparkasse um ein Gespräch. Frank Hermsen, Geschäftsführer der Altstadt-Gemeinschaft, lud Wirte und Anwohner der Altstadt ein, außerdem Mitarbeiter der Stadtsparkasse, darunter auch Michael Meyer, Privatkundenvorstand der Stadtsparkasse Düsseldorf. Im Gespräch mit machte Meyer zwar von Beginn an deutlich, dass die Schließung der Filiale nicht zur Diskussion steht. Was zwar wieder für Unmut sorgte, den meisten doch aber klar war.

„Grundsätzlich geht für die Altstadt damit ein großes Stück Service und auch Lebensqualität verloren“, so Frank Hermsen. Allerdings merke man durchaus, dass die Sparkasse an einer Lösungsfindung interessiert ist, die möglichst viele zufrieden stellt. Meyer und seine Kollegen sehen die Lösung in der Eirichtung einer sogenannten Gewerbekundenkasse. Diese wird anstelle der bisherigen Filiale hinter den Automaten positioniert sein und einen kleinen Eingang auf der Schneider-Wibbel-Gasse erhalten. Zugang gibt es nur mit einer separaten Karte, die den Altstadtwirten zur Verfügung gestellt wird. In diesem Raum wird es einen Münzrollen-Automaten zum Erhalt von Wechselgeld geben, sowie einen Cash-Collect-Automaten in den Beträge von bis zu 50.000 Euro eigezahlt werden können. Auf Nachfragen und Kritikpunkte in Bezug auf die Automaten reagierte Meyer motiviert, diese Probleme zu lösen.

So etwa die Tatsache, dass die Rollengeber in den Sparkassenfilialen nur bis zu 200 Euro auszahlen. Diese Obergrenze kann angepasst werden, versprach Meyer. Den Privatkunden, die in der Altstadt leben und denen eine Filiale mit echten Mitarbeitern mit Sicherheit fehlen wird, legt man die Nutzung der Hauptfiliale an der Berliner Allee nahe. Besuche der ab Oktober fahrenden Bankbusse sind für den Altstadtbezirk nicht vorgesehen. Diese mobilen Filialen werden ab Herbst 2019 acht Standorte in Düsseldorf anfahren, darunter Plätze in Lichtenbroich, Wittlaer, Heerdt oder Urdenbach.

Auch wenn die Altstadt-Gemeinschaft nicht den Erhalt des Standorts durchsetzen konnte, zieht Frank Hermsen dennoch ein nicht ganz so negatives Fazit: Die Diskussion mit der Sparkasse sei ein guter Anfang gewesen. Viele äußerten den Wunsch, auch in Zukunft im Dialog zu bleiben, um weiter nach Lösungen zu suchen.

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