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Düsseldorf rüstet Geländer nach - sie sollen Stürze von Radfahrern verhindern

Neuer Vorschrift : Mehr Sicherheit für Radfahrer am Rhein

Die Geländer an Burgplatz und Rheinuferpromenade sind erhöht worden. Sie sollen Radfahrer und Fußgänger vor schweren Stürzen bewahren.

Vor ziemlich genau sieben Jahren ist er errichtet worden, der  damals  höchst umstrittene Edelstahlzaun am Rhein. 1,43 Millionen Euro hat die Sicherheitsmaßnahme gekostet, die nach einem tödlichen Unfall notwendig geworden war: Am Rosenmontag 2011 hatte sich ein Besucher ans alte Geländer am Unteren Rheinwerft gelehnt, ein dort eingelassenes Tor, das nicht richtig verriegelt war, hatte sich geöffnet und der Krefelder war rücklings so schwer gestürzt, dass er an den Folgen verstarb.

Seit Anfang der Woche wird nun  nachgebessert, das Geländer und der Handlauf auf der Mauer um mindestens zehn Zentimeter erhöht. Denn was die Stadt nicht ahnen konnte, als sie 2012 den 1,20 Meter hohen Zaun in Auftrag gab: Ein Jahr später wurden die „Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Ingenieur-Bauwerke“ verändert. Und sie schreiben nunmehr unter Punkt „Rückhaltesysteme“ überall da eine Mindesthöhe von 1,30 Meter vor, wo der Zaun an einem Rad- oder Gehweg steht.

Aufgrund dieser Verordnung wurden alle betroffenen Bauwerke gesichtet, die Geländer vermessen, und schließlich ein Konzept zur „Ertüchtigung“ erstellt, das jetzt umgesetzt wird. Schöner geworden ist Düsseldorfs wohl prominentester Zaun damit allerdings nicht. sg