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Düsseldorf - Jugendliche behindern Rettungseinsatz in der Bolkerstraße

Gewalt in Düsseldorf : Hunderte Jugendliche behindern Rettungseinsatz in der Altstadt

Hunderte Personen hatten sich am Samstagabend um einen Einsatzort am Bolker Stern in der Düsseldorfer Altstadt versammelt, an dem Erste Hilfe geleistet wurde, und Beamte beleidigt. Als ein Polizeiaufgebot hinzukam, attackierte ein 15-Jähriger einen Beamten.

(ale) Aus einem Rettungseinsatz nach einem Sturz an der Bolkerstraße ist am Samstagabend ein Großeinsatz der Polizei geworden. Er mündete in der Festnahme eines 15-Jährigen, der nach Angaben der Polizei einen Beamten attackiert hatte.

Gegen 18.30 Uhr hatte demnach eine Gruppe von Jugendlichen zwischen Neustraße und Hunsrückenstraße (Bolker Stern) die Versorgung eines Verletzten behindert. Sie „umringten und bedrängten“ laut Pressemitteilung der Behörde das medizinische Personal. Polizisten kamen zu Hilfe und schirmten den Einsatz ab. In der Mitteilung heißt es weiter: „Durch weitere zuströmende Menschen wuchs die Gruppe auf mehrere hundert Personen an, die sich mit den Störern solidarisierten. Dies führte dazu, dass der hinzugerufene Notarzt am Durchgang gehindert wurde.“ Laut einer Polizeisprecherin wurden Beamte aus der Gruppe heraus beleidigt.

Weitere Polizeikräfte verstärkten die Absperrung und begannen, das Umfeld zu räumen. Ein 15-Jähriger versuchte, die Absperrung zu durchbrechen. Die Polizei teilt mit, dass er einen Beamten schubste, dann mit Anlauf gegen ihn sprang. Einsatzkräfte fixierten ihn am Boden und nahmen ihn mit zur Wache. Der Jugendliche wurde seinen Erziehungsberechtigten übergeben. Der Verletzte konnte in einen Krankenwagen gebracht werden.

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Mit dem Einsatz Kostenpflichtiger Inhalt setzt sich ein trauriger Trend fort, der schon einige Jahre alt ist. Waren es zunächst Polizisten, die gezielt angegriffen wurden, was 2008 in einem öffentlichen Brandbrief eines Dienstgruppenleiters der Altstadtwache mündete, kam es danach immer häufiger zu Übergriffen auf Sanitäter, Notärzte und Feuerwehrleute. Extrem waren 2009 Ausschreitungen in der Altstadt nach dem Aufstieg der Fortuna in die 2. Bundesliga. 2016 ging die Feuerwehr mit einer Pressekonferenz in die Offensive und forderte mehr Respekt für die Einsatzkräfte. Vorausgegangen war ein Faustschlag ins Gesicht eines Rettungsassistenten, in einem weiteren Fall Handgreiflichkeiten gegen zwei Sanitäter in der Altstadt.

Kürzlich hatten Ordnungsamtsmitarbeiter in einem Brief auf zunehmende Gewalt aufmerksam gemacht. Die Zahl der Anzeigen der Stadt wegen Beleidigung oder körperlicher Gewalt gegen Mitarbeiter des OSD und der Verkehrsüberwachung liegt auf Rekordniveau.

(ale)