Angermund: Aktion lebendiger Adventskalender

Angermund : Aktion lebendiger Adventskalender

Neuer Verein möchte im Advent Zeit für Besinnung schaffen. Nachbarn treffen sich an festlich geschmückten Fenstern.

Die Idee des lebendigen Adventskalenders gewinnt immer mehr Freunde. Die Evangelischen Kirchengemeinde Unterrath wird ab Dezember bereits zum dritten Mal diese Aktion durchführen und in der Evangelischen Kindertagesstätte an der Oberrather Straße ist die vorweihnachtliche Feier schon viele Jahre lang Tradition. Dann werden immer Fenster in der Nachbarschaft feierlich geschmückt und beleuchtet und dort treffen sich dann Familien und Menschen jeden Alters am Abend, um sich auf den Advent einzustimmen. Oft werden dann Geschichten vorgetragen, musiziert und Süßigkeiten, Knabbereien, sowie Tee, Punsch oder Glühwein angeboten. Nun soll auch Angermund im Jubiläumsjahr "825 Jahre Angermund" einen eigenen lebendigen Adventskalender erhalten.

"Wir möchten gemeinsam mit vielen Angermundern den Advent jenseits von Kitsch und Kommerz feiern", sagt Christina Decker. Zusammen mit Tim A. Küsters hat sie dazu extra den Verein "Adventsfreunde Angermund" gegründet. "Oft fehlt die Zeit für das, was der Advent eigentlich sein soll – Zeit der Besinnung und des Innehaltens und der Vorfreude auf Weihnachten", erklärt Küsters. Diese Zeit soll nun durch den Kalender geschaffen werden. Die Aktion ist aber in Angermund zunächst nur auf die Freitage und die Abende der Adventswochenenden beschränkt. "Wir wollen erst einmal schauen, wie das Angebot angenommen wird und dieses dann nach Bedarf im nächsten Jahr auf alle Abende ausdehnen", sagt Decker.

Die Bereitschaft der Angermunder, als Gastgeber aufzutreten, ist bereits jetzt schon sehr groß. Mehr Personen und Einrichtungen als benötigt wollen sich aktiv beteiligen. Mitmachen werden unter anderem der Angermunder Kulturkreis, der katholische und der städtische Kindergarten und das Seniorenstift. Gestartet wird die Aktion bei der katholischen Kirche und beendet bei der evangelischen Kirchengemeinden. Alle Gastgeber werden jeweils ein Adventsfenster oder eine Adventstür gestalten. Am späten Nachmittag sind dort dann alle Angermunder zu einem Beisammensein eingeladen, um einen Moment gemeinsam den Advent in Ruhe zu genießen und auf ein ereignisreiches Jahr zurückzublicken. "Das Programm dauert maximal eine halbe Stunde bis Stunde und ist für alle Altersgruppen geeignet. Das Ende des Zusammenkommens wird immer durch ein gemeinsam gesungenes Lied gekennzeichnet", sagt Decker. Dafür stellt der Verein im Moment ein Adventsliederheft zusammen, das dann vor Ort den Besuchern zur Verfügung gestellt wird. "Da der Advent auch eine Zeit des Teilens ist, werden bei dem Zusammenkommen Spenden für einen guten Zweck gesammelt", sagt Küsters. Noch steht der Zweck nicht fest, aber nach Möglichkeit sollen die Gelder im Stadtteil bleiben.

(RP)
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