Gerresheim: Abriss für neue Wohnhäuser

Gerresheim: Abriss für neue Wohnhäuser

An der Ecke Dreher- /Märkische Straße baut die Wogedo sechs Gebäude mit 54 Wohnungen. Sie investiert elf Millionen Euro in dieses Projekt. Die Architektur passt sich der Umgebung an.

Die Wohnhaus-Ecke an der Dreher-/ Ecke Märkische Straße bekommt ein neues Gesicht. Die Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf Ost (Wogedo) baut dort eine Gebäudezeile in einem zeitgemäßen Architekturstil, Wohnungen mit modernem Standard. Gestern brach der Abriss-Bagger erste Löcher in die alten Gebäude, die in den 1950er Jahren errichtet worden waren. "Modernisierung des Bestandes steht bei der Wogedo an erster Stelle, aber bei einigen Häusern ist das wirtschaftlich nicht zuvertreten", sagte Andreas Vondran, Vorstands-Vorsitzender der Wogedo. Das sei auch für die Häuser an der Dreherstraße der Fall.

Wettbewerb

Der Name der neuen Häuser "Die Ecke" ist auch Programm. Sie sollen die typische Wohnbebauung einfühlsam ergänzen und ein eigenes Gesicht geben. "Orientierungspunkte für die Architektur waren die Altbauten in der Nachbarschaft", erklärt Architekt Richard Henning vom Büro HGMB. Die Fassade nimmt Stilelemente auf, hat beispielsweise ein Sockelgeschoss mit größeren Steinblöcken sowie einen Sims, der sich über der zweiten Etage durchzieht. Der Entwurf wurde bei einem kooperativen Gutachterverfahren, an dem mehrere Architekturbüros beteiligt waren, ausgewählt. "Diese Verfahren mit der Auswahl mehrerer Entwürfe wird die Qualität im Städtebau unterstützen", sagte der städtische Planungsdezernent Gregor Bonin beim offiziellen Start des Abrisses.

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Die Qualität der Ausstattung sei ebenfalls hoch, so Vondran. Alle Wohnungen seien barrierefrei oder barrierearm, Bäder könnten nach Wunsch gestaltet werden, eine Wärmerückgewinnung und eine kontrollierte Lüftung, die das Öffnen der Fenster zur lauten Straße hin unnötig mache, werde eingebaut. Auf diese Weise würden auch Energiekosten gespart. Qualität sei auch das Ziel bei der Gestaltung der Außenflächen. Schützenswerte Bäume würden wenn möglich, erhalten, der Innenbereich zu einem Garten mit Spielplatz hergerichtet.

Für den Abriss der Häuser mussten rund 40 Mieter in andere Wohnungen der Wogedo vermittelt werden. "Durch intensive, lange Beratungen ist es gelungen, den Auszug reibungslos und ohne Probleme zu gestalten", berichtet SPD-Ratsfrau Helga Leibauer, die Mitglied in einem eigens für die Betreuung gegründeten Sozialausschuss der Wogedo ist.

Die Nachfrage bei den Mitgliedern der Wogedo nach den geplanten 54 Zwei- und Dreizimmerwohnungen in den sechs neuen Häusern ist groß. Der Mietpreis liegt bei zehn Euro pro Quadratmeter. Wenn alles nach Plan läuft, sind die alten Häuser bis Frühjahr 2013 abgerissen, können die Wohnungen Ende 2014 bezogen werden. Für dieses Projekt investiert die Wogedo laut Vondran elf Millionen Euro.

(RP)
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