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Garath: 1963 nach Düsseldorf gekommen

Garath : 1963 nach Düsseldorf gekommen

Garaths neuer Fußballtrainer Antonio "Toni" Munoz ist in der Düsseldorfer Sportszene eine bekannte Größe. Der gebürtige Madrilene hat sich als Kicker und Trainer in der Landeshauptstadt einen Namen gemacht. Für seine Tätigkeit bei seinem neuen Verein hat sich Toni Munoz ein großes Ziel gesetzt: Als Coach will er den Garather SV aus dem Dornröschenschlaf in der Kreisliga A erwecken und "im nächsten Jahr eine neue Mannschaft aufbauen". Eine anspruchsvolle Aufgabe. Fürs Altenteil fühlt sich der 58-Jährige noch zu jung.

1963 kam Toni Munoz im Alter von zehn Jahren mit seinen Eltern nach Düsseldorf. Beim einstigen VfB Eintracht kickte er in der Jugend. Als Seniorenspieler hat er zahlreiche Stationen durchlaufen. Seine Zeit Mitte der 80er Jahre beim damaligen Landesligisten SFD hat er besonders in Erinnerung.

Die Fortuna-Legende Egon Köhnen und dessen Nachfolger Karl-Heinz Ramrath waren damals seine Trainer. Seine sportliche Ader hat der 58-Jährige allen drei Kindern vererbt. Tochter Sandra zog es zu den Cheerleadern bei Rhein Fire. Sarah schnürte die Fußballschuhe und schaffte es bis zur Auswahlspielerin. Mit Sohn Antonio war Toni senior in seiner Funktion als Co-Trainer bei Turu Düsseldorf zwischenzeitlich gemeinsam "am Ball".

Außer Fußball gibt es für Toni Munoz gar kein weiteres Hobby. Zwecks eigener Fitness radelt er gelegentlich mit dem Mountainbike am Rhein in Heerdt entlang. "Ich denke deutsch, ich lebe deutsch", sagt der gebürtige Spanier über sich. Man glaubt ihm aufs Wort, wenn er Eisbein mit Sauerkraut sein Lieblingsessen nennt. Typisch deutsch klingt zudem sein bevorzugtes Urlaubsziel: St. Georgen in der Steiermark. Wandern und Skilaufen sind dort angesagt. Mit seiner Geburtsstadt Madrid verbindet ihn aber immer noch seine Liebe zu Real. Mit den Spielern des spanischen Top-Clubs würde der Ronaldo-Fan gern mal in der Kabine sitzen und quatschen. Live erlebt hat Toni Munoz die Königlichen 2002 im Heimspiel gegen La Coruna. "Damals ist Real Meister geworden", erinnert sich Munoz. Im Fußball – und auch im realen Leben – neigt Toni Munoz, der beruflich als Fahrer für die Oberfinanzdirektion in einem silbergrauen BMW 525 unterwegs ist, zur Perfektion. "Das ist mein Naturell", räumt er ein. Und bestätigt: "Ich kann schon mal ungemütlich werden, wenn es nicht richtig läuft." Obwohl er eigentlich die Ruhe selbst ist. So wundert es nicht, dass sich Munoz als Bewunderer solcher Stars wie Michael Jackson und Rennfahrer Michael Schumacher outet. Munoz: "Beide gelten als Perfektionisten."

Den großen Fußball betrachtet er kritisch. "Die hohen Ablösesummen, die gegenwärtig bezahlt werden, sind utopisch", so Munoz. "So viel Geld ist kein Spieler wert." Bei der bevorstehenden Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ist Spanien mit Xavi und Iniesta sein absoluter Favorit. "Die Spieler sind im besten Fußballalter", lautet die Begründung.

(RP)