Stadtteile in Düsseldorf als Poster in limitierter Auflage

Poster über Düsseldorfer Stadtteile : Der Dorfdrucker

Was ursprünglich nur als Geschenk für seine Freundin gedacht war, kann jetzt jeder kaufen. Jonas Larbalette hat ein Poster der Düsseldorfer Stadtteile entwickelt. Die Auflage ist streng limitiert.

Ende September schenkt Jonas Larbalette einer Freundin zum Geburtstag ein personalisiertes Poster ihres Stadtteils Pempelfort. Das Geschenk kommt so gut an, dass der Student die kreative Idee weiter verfolgt und daraus ein Projekt entstehen lässt.

Vor kurzem feiert ‚Dorfdruck‘ seinen Verkaufsstart. Jonas Larbalette studiert Kommunikations-, Multimedia- und Marktmanagement an der Hochschule Düsseldorf und ist auch sonst ein kreativer Kopf. Schon früh beginnt der heute 25-Jährige zu malen, probiert sich digital mit Photoshop aus und erstellt Posterdesigns.

Im September ist Larbalette auf der Suche nach einem kreativen Geburtstagsgeschenk für eine gute Freundin, die in Pempelfort wohnt. Er kommt auf die Idee ein Poster zu entwerfen, dass den Stadtteil kartographisch abbildet und fügt zusätzliche Fakten wie Größe und Bevölkerungsdichte unten an. „So sollte die DNA des Stadtteils eingefangen werden. Im Endeffekt hat sie mich dann dazu ermutigt, daraus eine Serie zu machen“, erzählt der Masterstudent rückblickend.

So kommt der erste Stein für das Projekt Dorfdruck ins rollen. „Ich hab’ das dann im gleichen Design für mehrere Stadtteile durchgespielt. Stadtmitte war das erste Exemplar dieser Serie.“ Mit dem Motiv ging der gebürtige Neusser, der in einer WG auf der Stresemannstraße wohnt, durch seine Nachbarschaft und präsentierte das Konzept verschiedenen Einzelhändlern.

Die Idee dahinter: Es sollte ein reines Düsseldorf-Projekt bleiben. „Also ein lokales Plakat, das lokal produziert und vor allem lokal vertrieben wird“, erklärt der Künstler. Insgesamt zwölf Stadtteilmotive hat Larbalette erstellt, ab sofort sind diese in insgesamt 13 teilnehmenden Läden als hochwertiger Siebdruck erhältlich: Unter anderem bei der „Tannendiele“, ein Blumenladen in Derendorf, oder im „manko café“ in Friedrichstadt. „Wir fanden sofort, dass das eine super Idee ist und wissen, dass vielen Gästen von uns das Konzept gefallen wird“, meint Luise Raven vom „manko café“.

Limitiert ist die Posterserie auf 50 Stück pro Stadtteil. Jedes Motiv wird es zudem nur vor Ort beim jeweiligen Einzelhändler des Stadtteils zu kaufen geben. „Viele Läden, die bei der Aktion mitmachen, waren sofort begeistert, andere musste ich von dem Projekt erst noch überzeugen. Da habe ich anfangs ein wenig unterschätzt wie viel Arbeit eigentlich dahinter steckt“, erzählt Larbalette.

Auch das Finden eines lokalen Unternehmens, das die aufwendigen Siebdrucke herstellt, gestaltete sich als nicht ganz so einfach. Am Ende hat der 25-Jährige mit S&D aber ein örtliches Familienunternehmen gefunden, das die insgesamt 600 Siebdrucke produziert. „Natürlich hätte ich das auch als digital gedrucktes Poster verkaufen können, aber die Serie sollte auch etwas besonderes sein. Deshalb habe ich mich für die hochwertigere Variante entschieden“, so Larbalette weiter, für den das Projekt persönlich jetzt schon ein Erfolg war.

„Ich habe super viel über die Stadt und die Leute gelernt. Umso schöner wäre es natürlich jetzt noch, wenn die Bilder gut ankommen und verkauft werden.“ Eine weitere gute Sache hat sich Larbalette beim Verkaufspreis einfallen lassen. Für jedes Poster, das für 50 Euro verkauft wird, gehen fünf Euro an die Organisation Gutenachtbus, die sich für Obdachlose einsetzt. „Durch den Charity-Gedanken wird auch nochmal das lokale Konzept verstärkt. Es freut mich, der Stadt etwas zurückgeben zu können.“

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