Einkaufsmöglichkeiten in Düsseldorf: Stadtteile bieten vielfältigen Handel

Einkaufsmöglichkeiten in Düsseldorf: Stadtteile bieten vielfältigen Handel

Die Industrie- und Handelskammer beleuchtet in einer neuen Broschüre die Einkaufsmöglichkeiten in den Stadtteilen. Ergebnis: Auch abseits der Königsallee sind die Angebote gut, in manchen Stadtteilen gibt es noch Mängel.

Der Einzelhandel in der Innenstadt ist zwar sehr wichtig, so die Industrie- und Handelskammer (IHK), aber dennoch nur ein Puzzlestück in Düsseldorfer Handelslandschaft. "Erst zahlreiche weitere Zentren vervollständigen das Bild", erklären die Experten in der neuen Broschüre "Die Düsseldorfer Stadtteilzentren", die die Einkaufsbereiche detailliert vorstellt.

"Dabei wird deutlich, wie vielfältig die Handelswelt der Landeshauptstadt ist", so der IHK-Stadtteilmarketing-Experte Sven Schulte: "Die Stadtteile kommen ihrer Versorgungsfunktion nach. Im folgenden ein Überblick über die Ergebnisse. Die Stadtbereichszentren Dieser Begriff umfasst die drei größten Zentren jenseits der Innenstadt. An der Nordstraße in Pempelfort zählen die Experten 197 Geschäfte und loben die Mischung aus "bekannten Filialisten und kleinen, inhabergeführten Fachgeschäften", darunter einige exklusive Angebote.

Allerdings wird eine mit 13 Prozent vergleichsweise hohe Leerstandsquote ausgewiesen. Im Bereich Bilker Bahnhof/Friedrichstraße in Friedrichstadt gibt es 189 Geschäfte, unter anderem in den Düsseldorf Arcaden. Die Friedrichstraße habe sich nach dem Auszug der WestLB gut aufgestellt, heißt es.

Das dritte Stadtbereichszentrum liegt um den Benrather Marktplatz mit 129 Geschäften und laut IHK "gesunden Handelsstrukturen". Diese sorgten dafür, dass ein Großteil der überdurchschnittlich hohen Kaufkraft gleich am Standort gebunden werden könne.

Die Großen Stadtteilzentren Diese sind nicht ganz so groß wie die Stadtbereichszentren, bieten aber deutlich mehr als nur die Artikel des täglichen Bedarfs. Insgesamt gibt es in Düsseldorf 14 solcher Zentren. Darunter sind so unterschiedliche Viertel wie etwa die eher trendige Lorettostraße in Bilk (die laut IHK bereits eine eigene "Marke" geworden ist) oder die Luegallee in Oberkassel.

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"Viele Kunden freuen sich darüber, dass zahlreiche Betriebe inhabergeführt und teilweise schon seit vielen Jahre ansässig sind", so die IHK. Die Leerstandsquote ist mit zwei Prozent eher gering. Aber auch Garath Mitte mit seiner deutlich geringeren Kaufkraft fällt laut IHK in diese Kategorie.

"Es hat sich gezeigt, dass sich in Garath tatsächlich einiges bewegt", lobt Sven Schulte. "Dort wurde erkannt, dass es Probleme gibt, und man hat daran gearbeitet." So habe die erst vor kurzem gegründete Werbegemeinschaft GarathActiv+ viele Geschäftsleute für ihre erste Aktion, den Adventsmarkt 2012, gewonnen. Auch in Wersten bemüht sich eine Händlergemeinschaft, das Angebot auszubauen. Zu den Kritikpunkten gehört hier etwa das Fehlen eines Drogeriemarktes, seit im vergangenen Sommer drei Geschäfte geschlossen haben.

Insgesamt loben die Experten die großen Anstrengungen in verschiedenen Stadtteilen, bei Problemen gegenzusteuern und neue Lösungen zu finden. So gebe es auch an der Westfalenstraße in Rath Probleme mit manchen "Billig-Geschäften" - doch auch dort bemühten sich die Händler gemeinsam um ein abwechslungsreiches Angebot.

Die Kleinen Stadtteilzentren Die IHK listet insgesamt elf kleine Stadtteilzentren auf, beispielsweise im nördlichen Angermund, in Lohausen oder an der Grafenberger Allee. Über das dortige Angebot schreibt die IHK: "Wenn auch Sortimente wie Nahrungs- und Genussmittel dominieren, ist das Angebot keinesfalls darauf beschränkt."

Die IHK hofft, dass durch die Analyse weitere Unternehmer und Existenzgründer auf potenzielle Standorte in der Stadt aufmerksam werden und neue Geschäfte eröffnen. Die Broschüre kann ab sofort im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de unter der Dokumentennummer 89542 kostenlos heruntergeladen werden.

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(rl)
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