Stadtstrand Düsseldorf: Erster Beach soll frühestens am 15. Mai eröffnen

Rheinufer : Erster Düsseldorfer Stadtstrand eröffnet frühestens am 15. Mai

Erst machte die Politik Probleme, dann gab es bei den Containern Lieferschwierigkeiten - Mitte Mai aber soll zumindest der Stadtstrand am Robert-Lehr-Ufer Eröffnung feiern.

Der Start der neuen Stadtstrände verschiebt sich: Weil sich die Lieferung der Container verzögerte und die Projektentwickler von „Küssdenfrosch“ anschließend noch eine andere Halle für deren Umbau finden mussten, wird frühestens am 15. Mai Eröffnungsparty gefeiert – und dann auch zunächst nur am Robert-Lehr-Ufer, wie Andreas Knapp von „Küssdenfrosch“ auf Anfrage unserer Redaktion erklärte.

„Die Container werden gerade angemalt und bekommen Anschlüsse“, sagt Knapp, der gemeinsam mit Partner Kay Fromm und Gastronom Matthias Böttger das Stadtstrand-Konzept erarbeitet hat. Gerne hätten sie schon früher geöffnet, geärgert hat sich Knapp über das fantastische Oster-Wetter. Die Idee für einen Stadtstrand hatten Knapp und Fromm, die eigentlich denkmalgeschützte Immobilien umbauen, schon eine Weile.

Als die Stadt einen Wettbewerb auslobte, hatte sich „Küssdenfrosch“ beworben, die mit ihren Stadtstränden Orte erobern, aber nicht okkupieren, die eine ungezwungene Atmosphäre schaffen und den Düsseldorfern ein Angebot machen wollten, das sie nutzen können, aber nicht müssen. Wer will, der kann Stühle mieten oder Liegen, kann Getränke bestellen und Essen. Oder die Besucher bringen ihre eigene Verpflegung mit, Decken und Equipment.

Eigentlich sollte es schon im März losgehen, aber es gab Kritik aus der Politik. Die CDU war unzufrieden mit den Containern und Vertragsdetails wie etwa der Pachthöhe. Die FDP fürchtete eine „Ballermannisierung“. „Küssdenfrosch“ legte die Planungen auf Eis, bis Mitte März der Pachtvertrag unterschrieben war. Ob es wirklich klappt am 15. Mai, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Zumindest ist der Bauantrag für das Robert-Lehr-Ufer genehmigt, für die anderen beiden Stadtstrände am KiT (Kunst im Tunnel) und am Tonhallen-Ufer stehen die Bescheide noch aus. Im Augenblick arbeiten die Stadtwerke daran, den Standort am Rheinpark mit Strom und Wasser zu versorgen. „Alle sind wirklich sehr engagiert“, sagt Knapp, „Stadtwerke, Netzgesellschaft und die zuständigen Ämter.“ Viele Gespräche hat er in den letzten Wochen geführt – mit den Organisatoren des Marathons, des Japantags, des Fischmarkts. Jetzt steht noch ein Termin mit dem Veranstalter der Kirmes am Tonhallenufer zur Abstimmung an.

Die zweite Eröffnung am KiT ist für Anfang Juni geplant, „zum Tunnelfest am 19. Mai werden wir es wohl nicht schaffen“, sagt Andreas Knapp, der die Zuschauer am Beachvolleyball-Feld mit Liegestühlen versorgen wollte und sich für die Kinder eine Schnitzeljagd ausgedacht hat. Wegen des Kultur-Konzepts an der Tonhalle gibt es für den dritten und letzten Strand noch keine Prognose. Angebote zur Bespielung des Kultur-Strands hat Knapp aber schon viele bekommen – von Musikern, Theatern und Poetryslamern. Deshalb hat „Küssdenfrosch“ auch eine Kuratorin eingestellt.

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