Düsseldorf: Stadtspitze will zunächst nur Tempo 50 auf der Toulouser Allee

Düsseldorf : Stadtspitze will zunächst nur Tempo 50 auf der Toulouser Allee

Die Toulouser Allee zwischen Wehrhahn und Heinrich-Ehrhardt-Straße ist komplett fertig und in Betrieb genommen. Um kurz nach 10 Uhr schnitt Verkehrsdezernent Stephan Keller am Donnerstag das obligatorische Band durch, kurz darauf befuhren die ersten Pkw die viel diskutierte vierspurige Straße.

Die macht bislang vor allem durch zweierlei von sich reden: Sie ist noch nicht in besonderem Maße ausgelastet, und die Toulouser Allee ist, eben weil sie meist so frei ist, eine beliebte Rennstrecke. Das löst die Aufmerksamkeit der Behörden aus - auch gestern Vormittag postierten sich vier Polizisten an der Strecke und starteten eine Tempomessung. Für die öffentliche Hand ist die Straße ein einträglicher Standort.

Was bringt das letzte, 700 Meter lange Teilstück zwischen Münsterstraße und Heinrich-Ehrhardt-Straße? Für die Verkehrsexperten ist klar, dass erst jetzt der volle Verkehrswert der neuen Verbindung erreicht wird. Statt über die verstopfte Brehmstraße zum Mörsenbroicher Ei zu fahren, geht es nun aus der City über die Toulouser Allee viel schneller zur A 52.

Oben an der Heinrich-Ehrhardt-Straße angekommen, muss man nur noch nach rechts abbiegen und auf die Hochbrücke fahren - schon ist man auf der Autobahn. Man kann die Heinrich-Ehrhardt-Straße zudem unterfahren und über eine Rampe in Richtung Theodor-Heuss-Brücke und so zur A 52 gelangen. Insofern stellt die nun insgesamt 2,7 Kilometer lange Toulouser Allee eine gute Alternative zu bestehenden Routen dar. Keller rechnet mit bis zu 21.900 Autos in 16 Stunden.

Auf RP Online und Facebook begann gestern sogleich eine Diskussion um die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße. Manche schlugen 60, andere 70 km/h vor. Davon will Keller aber zurzeit nichts wissen. "Das ist eine normale innerstädtische Straße und da gilt nun mal Tempo 50." Ganz ausschließen will der Beigeordnete ein Umdenken nicht. "Wir werden die Situation jetzt erst einmal beobachten."

Der erste Bauabschnitt der Toulouser Allee (2000 Meter), der Bau der Marc-Chagall-Straße und die Anlegung des Stadtgartens haben 43,5 Millionen Euro gekostet, das letzte Teilstück nun 17,65 Millionen.

(RP)