Buchvorstellung: Wöhderbohk hält e joot Stock Düsseldorwer Kultuer am Läve

Buchvorstellung: Wöhderbohk hält e joot Stock Düsseldorwer Kultuer am Läve

Der prunkvolle Jan-Wellem-Saal im Rathaus war der angemessene Ort für die Vorstellung des Wörterbuchs der Düsseldorfer Mundart.

Denn "dat Düsseldorwer Platt" ist längst wieder salonfähig geworden, nachdem es "vor einigen Jahrzehnten als unfein und fast anstößig galt", so der Verleger des Grupello-Verlags, Bruno Kehrein. Mundart sei mit dem Ruf Düsseldorfs als internationale Stadt vereinbar, weil es die unverwechselbaren Wurzeln der Stadt zeigte.

Deshalb ermunterte er auch den Mundartspezialisten Heinrich Spohr, die Idee von einem umfassenden Wörterbuch der rheinischen Mundart zu verwirklichen. Gerade noch rechtzeitig im Jubiläumsjahr zur Stadterhebung vor 725 Jahren übergab Spohr das frisch erschienene "Nohkicksel" genannte Lexikon Oberbürgermeister Dirk Elbers im Rathaus.

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Der wusste, was ihn erwartete, hatte er doch schon in einem Grußwort des Buches im besten Dialekt hervorgehoben, dass "dat Wöhderbohk von de Düsseldorwer Mondaht daför sorje wähd, dat onser Mottersproch nit ongerjeht" und damit ein Stück Düsseldorfer Kultur am Leben hält. Besonders für neu Zugezogene sei es eine große Hilfe, die Düsseldorfer Mundart zu verstehen.

Dafür sorgt schon der Aufbau des Wörterbuchs mit 120 000 Begriffen. Denn "es bietet keine bloßen Übersetzungen, sondern nennt auch Redewendungen und Wortfamilien mit treffenden Beschreibungen der Mundart", sagte Spohr. Ausgeklammert sind allerdings rheinische Namen, die hat Spohr bereits in einem anderen Buch erklärt. Und konnte auch die Bedeutung des Namens Dirk zur Freude des OB erklären: "Dirk bedeutet gottesfürchtiger Führer des Volkes."

(bro)
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