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Altstadt: Wirtin Brigitte Mylord hört auf

Altstadt : Wirtin Brigitte Mylord hört auf

51 Jahre stand Brigitte Mylord hinterm Tresen ihrer gleichnamigen Kneipe auf der Hohestraße. Jetzt macht sie ihr Lokal dicht. Im Juni ist Schluss. Damit geht wieder ein Stück Altstadttradition verloren. Das Mylord war fast schon Legende, vor allem wegen seiner besonderen Atmosphäre. Im nur schmalen Gastraum verkehrten Künstler wie Bert Gerresheim, Minister aus dem Landtag wie der frühere NRW-Regierungschef Heinz Kühn, der hier sogar Skat spielte. Aber auch Müllmänner, einfache Arbeiter und Rentner. Wegen der Enge kam rasch jeder mit jedem ins Gespräch.

51 Jahre stand Brigitte Mylord hinterm Tresen ihrer gleichnamigen Kneipe auf der Hohestraße. Jetzt macht sie ihr Lokal dicht. Im Juni ist Schluss. Damit geht wieder ein Stück Altstadttradition verloren. Das Mylord war fast schon Legende, vor allem wegen seiner besonderen Atmosphäre. Im nur schmalen Gastraum verkehrten Künstler wie Bert Gerresheim, Minister aus dem Landtag wie der frühere NRW-Regierungschef Heinz Kühn, der hier sogar Skat spielte. Aber auch Müllmänner, einfache Arbeiter und Rentner. Wegen der Enge kam rasch jeder mit jedem ins Gespräch.

Damals hat sie ihren Gästen sogar noch Mittagessen gemacht. Frikadellen kosteten 70 Pfennig, ein Kotelett zwei Mark, Käsehappen oder Bratkartoffeln mit Spiegelei gab es auch. Die Gründe für ihre Aufgabe? Brigitte Mylord: "Es sind mehrere: Mit 72 bin ich nicht mehr die Jüngste. Der Umsatz geht weiter zurück. Neue Gäste kommen nicht mehr dazu." Sie will zum Abschied noch eine größere Party für Stammgäste und Freunde geben. Was danach kommt, weiß sie nicht. "Vielleicht eine Galerie oder ein kleiner Modeladen. Aber wohl kaum eine Gaststätte."

(wber)