Weihnachtssingen 2019 in Düsseldorf: „Es muss mehr gesungen werden“

Nach Kritik am Weihnachtssingen in Düsseldorf : „Es muss mehr gesungen werden“

Nach der Kritik an der Premiere vom „Großen Weihnachtssingen“ in der Düsseldorfer Arena wollen die Organisatoren im kommenden Jahr für Verbesserungen sorgen. Vor allem sollen Lieder in ihrer klassischen Version gesungen werden.

Zu viel Moderation, zu wenig Mitsingen und technische Probleme – in den vergangenen Tagen wurde viel Kritik am „Großen Weihnachtssingen“ vom vergangenen Sonntag geübt. Die Organisatoren Hans-Jürgen Tüllmann und Stefan Kleinehr haben sich diese Kritik zu Herzen genommen und wollen bei der nächsten Ausgabe an den nötigen Stellschrauben drehen. Die wichtigste Änderung: „Es muss mehr gesungen werden“, sagt Hans-Jürgen Tüllmann. „Wir haben gesagt, dass die Zuschauer die Stars sind und das müssen wir dann auch besser umsetzen“, ergänzt Stefan Kleinehr.

Das bedeutet aus Sicht der beiden Organisatoren zum einen, dass die auftretenden Künstler beim nächsten Mal nicht mehr Abwandlungen der Weihnachtslieder, sondern die originale Version singen. Vielen Zuschauern war es in diesem Jahr schwergefallen, dem Tempo der Sänger zu folgen. Zum anderen sollen auch die Moderationen zwischen den Beiträgen gekürzt werden, für die Stefan Kleinehr, der auch moderierte, von einigen Zuschauern persönlich kritisiert wurde. „Wir haben uns dabei nur an die Regieanweisungen gehalten“, sagt er. Dabei ging es jedoch auch um organisatorische Aspekte: „Die Moderationen waren nötig, um den Auf- und Abbau zwischen den Auftritten bewältigen zu können“, erklärt Hans-Jürgen Tüllmann. Das solle jedoch ebenfalls im kommenden Jahr optimiert werden. Unmut wurde auch über die Technik geäußert. Anfangs gab es Probleme mit dem eingeblendeten Songtext, später Tonprobleme, sodass ein Teil der Zuschauer die Künstler nicht hören konnten. „Wir werden unsere Hausaufgaben für das nächste Weihnachtssingen machen“, versichert Tüllmann.

Das Weihnachtskonzert in der Merkur Spiel-Arena machte nicht jeden Teilnehmer glücklich. Foto: Endermann, Andreas (end)

Das Fazit der Veranstaltungspremiere fällt aus Sicht der Organisatoren aber nicht nur negativ aus. Für Stefan Kleinehr waren es vor allem die Lichttechnik, die Bühne und das Orchester, die ihm gut an dem Spektakel gefallen haben. Hans-Jürgen Tüllmann war beeindruckt von der großen Menge an Zuschauern vor Ort. „Wir hatten eine tolle Atmosphäre und großartige Künstler.“ Besonders in Erinnerung ist ihm der Auftritt der Kölner Band Brings geblieben, die mit ihren kölschen Weihnachtsliedern für viel Stimmung im Publikum gesorgt hatten. Etwas Ähnliches wünscht sich der Veranstalter auch bei der Künstlerauswahl im kommenden Jahr. Stefan Kleinehr würde sich dabei über einen stärkeren regionalen Bezug freuen: „Ich würde gerne noch mehr lokale Künstler auf der Bühne sehen.“

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