Empfang: US-Generalkonsul singt auf Platt für die Jonges

Empfang : US-Generalkonsul singt auf Platt für die Jonges

Da jubelten die Jonges, als der amerikanische Generalkonsul Stephen A. Hubler seinen Kurzvortrag mit den ersten Zeilen ihres Heimatliedes begann: "Nirgends op die schöne Welt, mich dat Läwe so jefällt". Eine Art Liebeserklärung an Düsseldorf. Und das aus dem Mund eines Diplomaten, der schon in vielen Ländern die USA vertreten hat.

Da jubelten die Jonges, als der amerikanische Generalkonsul Stephen A. Hubler seinen Kurzvortrag mit den ersten Zeilen ihres Heimatliedes begann: "Nirgends op die schöne Welt, mich dat Läwe so jefällt". Eine Art Liebeserklärung an Düsseldorf. Und das aus dem Mund eines Diplomaten, der schon in vielen Ländern die USA vertreten hat.

Beim 45. Konsularischen Abend des Heimatvereins im Henkel-Saal sagte er noch einmal ganz deutlich und in perfektem Deutsch: "Ich habe eine enge Verbindung aufgebaut zu ihrer Stadt und zu den Menschen, die hier leben." 40 Konsuln von Angola bis Ungarn und viel städtische Prominenz - darunter OB Dirk Elbers, Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack Zimmermann (einzige Frau im Saal), und der neue Polizeipräsident Norbert Wesseler hörten aufmerksam zu, als Hubler sagte: "Trotz der NSA-Affäre bleiben Deutschland und die USA nicht nur Partner, sondern Freunde." Hubler hatte dann noch eine hübsche Überraschung für die Jonges: Drei junge Damen traten auf die Bühne, sangen im Stil der Andrew Sisters.

Die Jonges waren total begeistert. Zuvor waren die Konsuln - wie es schon seit Jahren Tradition ist - im Industrie-Club eingeladen, wurden dort von Präsident Jochen Scheele und Geschäftsführerin Heidi Schädlich begrüßt. Es gab Häppchen und Getränke - und freundliche Worte. Wobei Scheele ganz deutlich alle ermahnte, am Sonntag auch wählen zu gehen. "Man kann über Europa und seine Regelungswut bei Gurken oder Glühbirnen sagen was man will: Die größte Frucht, die Europa hervorgebracht hat, ist der Frieden." Die Jonges mit ihren 2700 Mitgliedern lobte Scheele für ihren stetigen Einsatz für Demokratie. "Damit sind sie die Basis der Stadt Düsseldorf."

Nach gut einer Stunde bat Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven dann alle Gäste zum Fußmarsch: Geschlossen ging die Gruppe vom Industrie-Club an die Ratinger Straße in den Henkel-Saal.

(ak/wber)