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"fremde Verwandte": Uraufführung im Theater an der Kö

"fremde Verwandte" : Uraufführung im Theater an der Kö

Das gibt ja ein heiteres Wiedersehen mit lauter alten Bekannten, wenn die Schauspielerriege aus Jochen Busse, Marianne Rogée, Jeannine Burch, Simone Pfennig, Marko Pustisek und Thomas Gimbel ab morgen die Bühne des Theaters an der Kö erobern. Und dort sind irgendwie auch alle miteinander verwandt und verbandelt.

Das gibt ja ein heiteres Wiedersehen mit lauter alten Bekannten, wenn die Schauspielerriege aus Jochen Busse, Marianne Rogée, Jeannine Burch, Simone Pfennig, Marko Pustisek und Thomas Gimbel ab morgen die Bühne des Theaters an der Kö erobern. Und dort sind irgendwie auch alle miteinander verwandt und verbandelt.

Doch es sind nicht die Beziehungen, die thematisiert werden, sondern die Trennungen. "Auf der Suche nach dem Glück stürzen wir uns von einem Unglück ins nächste", sagt Jochen Busse. Der 74-Jährige Schauspieler und Kabarettist freut sich sehr darauf, wieder einmal in Düsseldorf zu spielen und für ein paar Wochen an der Hohe Straße mitten in der Carlstadt ("ich mag die Atmosphäre") wenige Schritte von "seinem" Carlsplatz zu wohnen.

"Fremde Verwandte" hat Theaterchef René Heinersdorff das Stück genannt. Hoffentlich ist er bei der Premiere wieder fit, gestern jedenfalls lief er stark erkältet mit Mundschutz durchs Theater in den Schadow Arkaden. Regisseur Horst Johanning hat es als locker-leichte Komödie inszeniert: "Es ist wie eine Sitzung auf der Psychiatercouch nur eben im bequemen Theatersessel mit Lachgarantie."

Da ist also Heinz, alias Jochen Busse, ein rüstiger Silver Ager, dessen vierjähriger Sohn das iPhone besser bedient als sein Vater. Da ist Marita (Marianne Rogée), die ihren viel jüngeren Liebhaber (Marko Putisek) abserviert, weil er ihr mit 53 Jahren zu alt ist. Da ist ihre mit dem deutlich älteren Heinz verheiratete Tochter Nicole (Jeannine Burch), die sich mit ihren 49 Kilo für zu dick hält. Und da ist Sonja (Simone Pfennig), die Kindergärtnerin mit plötzlichem Kinderwunsch, die wiederum verheiratet ist mit "Lebensberater" Kai (Thomas Gimbel), der in diesem postmodernen Beziehungschaos die Übersicht behalten soll.

"Das ist ein eher leises, nicht auf Spektakel getrimmtes Stück", erklärt der Autor und Theaterchef. Es wird gemenschelt und gemauschelt, das Glück wird gejagt, die Trennung vollzogen, die Windeln gewechselt. "Und wenn am Ende das Publikum der Meinung ist: ,ja so isset', dann haben wir alles erreicht", sagt Jochen Busse.

(dh)