Event: Uerige kehrt auf die Kirmes zurück

Event : Uerige kehrt auf die Kirmes zurück

Zwei Jahre gab es kein Uerige-Partyzelt auf der Kirmes, in diesem Jahr baut Brauerei-Chef Michael Schnitzler (45) wieder eines auf. Das macht er aber nicht alleine, sondern hat sich mit dem Schausteller und Gastronomen Josef Zimmer (41) einen Partner an die Seite geholt.

Zwei Jahre gab es kein Uerige-Partyzelt auf der Kirmes, in diesem Jahr baut Brauerei-Chef Michael Schnitzler (45) wieder eines auf. Das macht er aber nicht alleine, sondern hat sich mit dem Schausteller und Gastronomen Josef Zimmer (41) einen Partner an die Seite geholt.

Auch wenn viele Details knapp drei Monate vor Kirmesbeginn (11. bis 20.Juli) noch nicht feststehen, wissen die beiden trotzdem schon einiges: Das Zelt - das eigentlich nicht so heißen soll, weil es mehr ein überdachter Biergarten ist - ist rund 400 Quadratmeter groß. Die Gäste sollen zum großen Teil an Stehtischen den Tag oder Abend verbringen.

"Aber natürlich gibt es auch Tische und Sitzplätze, und man kann die auch vorher für Gruppen reservieren," so Schnitzler. Nach dem schrecklichen Unglück bei der Duisburger Loveparade im Jahr 2010 waren auch an die Kirmes-Schausteller so hohe Sicherheitsanforderungen gestellt worden, dass Schnitzler einer von mehreren war, die erst einmal eine Kirmes-Pause einlegten.

Jetzt freut sich Schnitzler mit seinem Geschäftspartner Zimmer auf die zehn Tage am Rhein. Beide versprechen: "Es wird alles neu im Kirmes-Uerige - nur das Alt bleibt das Gleiche." Josef Zimmer, der in Koblenz lebt, kennt sich aus auf der Kirmes. Seine Frau Tanja stammt aus der Schausteller-Familie Kropp, und gemeinsam sind sie seit Jahren dabei - mit Autoscooter, Mandelstand oder zuletzt mit der Berg- und Talbahn. Seit vielen Jahren hat sich Zimmer auf Events spezialisiert, organisiert Public Viewing zur Fußball-WM in Mainz, betreibt eine mobile Eislaufbahn und baut künstliche Sandstrände auf. Sein Know-how war es auch, das Schnitzler direkt im ersten Gespräch überzeugt hat: "Das klappt bestimmt. Einen Vertrag brauchten wir nicht. Wir regeln alles per Handschlag."

Sie fühlen sich auch beide als Gastgeber - obwohl Zimmer bestimmt häufiger im Kirmes-Uerige auf den Oberkasseler Rheinwiesen anzutreffen sein wird als der Baas selbst. Sie investieren für ihr Projekt gemeinsam, auch hier nennen sie keine Details, reden aber offen von einer sechsstelligen Summe für Zelt, Mobiliar, Personal, Gastronomie. Aber: "Das Uerige von der Kirmes ist nicht nur für ein Jahr gedacht, sondern soll nachhaltig geplant werden", sagt Schnitzler. Er weiß: "Das Geld wird nicht direkt im ersten Jahr verdient."

Die anderen Kirmes-Partyzelte sind übrigens wieder fest gebucht: Schumacher mit seiner Scheune, das Füchschen-Partyzelt, Schlösser und Frankenheim sind ebenfalls dabei. Nur Diebels stellt sein Partyzelt nicht mehr auf, sondern bleibt ausschließlich im Schützenzelt mit seinem Bier präsent. Die Alpenwelt der Familie Renoldi ist wieder mit dabei, wird aber etwas anders strukturiert.

Anke Kronemeyer

(RP)
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