Udo Lindenbergs Abstecher nach Düsseldorf

Filmpremiere mit Düsseldorf-Abstecher : Udo Lindenbergs Abstecher nach Düsseldorf

Udo Lindenberg stellt seinen Film „Mach dein Ding“ vor und macht auch sein Ding im echten Leben: Anstatt im Revier übernachtet er im Breidenbacher Hof, zu dem er seit Jahrzehnten eine besondere Verbindung hat.

Ob er immer noch nachts durch Hamburg joggt, um fit, aber unerkannt zu bleiben, das ist nicht so ganz genau bekannt, aber einen beeindruckenden Marathon durch ganz Deutschland legt Rocker Udo Lindenberg gerade allemal hin, um seinen Film „Lindenberg! Mach dein Ding“ zu promoten.

Am Donnerstagabend feierte die Produktion über das außergewöhnliche Leben des Sängers – auch Biopic genannt – in dem Essener Traditionskino Lichtburg Premiere. Es geht um das turbulente Leben des jungen Udo Lindenberg und soll laut Filmfirma eine Hommage an die wilden 1970er Jahre der Hamburger Reeperbahn sein. Übernachten wollte er aber nicht im Pott, sondern lieber in seinem Stammhotel Breidenbacher Hof an der Kö. Dem Vernehmen nach soll der Sänger dort für die vergangene Nacht eingecheckt sein, bevor es ihn auf seiner Kinotour weiter zog.

Zum Breidenbacher Hof hat Lindenberg bekanntlich ein besonderes Verhältnis: In dem 5-Sterne-Hotel hat der gebürtige Gronauer in den 1960er Jahren mal als Page gearbeitet und erinnert sich noch gern an diese Zeit. Zu Hoteldirektor Cyrus Heydarian pflegt er ein ausgesprochen vertrauensvolles und herzliches Verhältnis. Zahllose Male zog es ihn seither nach Düsseldorf und in das Hotel. Gefühlt ist er fast jedes Jahr aus unterschiedlichen Gründen in der Landeshauptstadt. Ein denkwürdiges Jahr war mit Sicherheit 2016, als die Rheinische Post Lindenberg als „Düsseldorfer des Jahres“ ehrte und der Sänger locker-lässig mit Zigarre am roten Teppich posierte.

Ausdrucksstarke Fotos mit seiner Band im Hotel kamen in dieser Zeit auch zustande, von spontanen Gigs war die Rede. Außerdem spielte der Saxophonist Klaus Doldinger während seines Konzerts zu seinem 80. Geburtstag in der Tonhalle in Düsseldorf eben mit seinem früheren Schlagzeuger Udo Lindenberg – der sang mit Doldinger und seiner Band Passport ein Lied.

Ein Konzert war auch 2014 der Anlass für einen Düsseldorf-Abstecher Lindenbergs, allerdings gab es Ärger, denn Lindenberg ließ Tausende von Fans in einer Bullenhitze warten. Dass er nicht nur ein cooler Sänger ist, sondern auch einen kühlen Kopf bewahren kann, zeigte seine Reaktion. Denn Lindenberg entschuldigte sich bei seinen Fans. Schöne Erinnerung für Hoteldirektor Heydarian: Der Sänger ließ sich mit ein paar ausgesuchten Pagen ablichten – als Reminiszenz an seine Zeit im Hotel.

(bpa)