Theater an der Kö in Düsseldorf: Viel Drama um einen Koffer voll Geld

Theater : Viel Drama um einen Koffer voll Geld

Im der Komödie „Funny Money“ im Theater an der Kö geht es um einen unverhofften Geldsegen und alle Probleme, die damit einhergehen.

Als „Winterschwank“ in seinem „Theater an der Kö“ wählte René Heinersdorff die Farce „Funny Money“ des britischen Altmeisters Ray Cooney aus, am Freitag ist Premiere.

Zwar sei die stattliche Besetzung mit acht Personen zum finanziellen Nachteil eines jeden Theaterdirektors, merkte er scherzhaft an. Er vertraut aber auf den Erfolg der turbulenten Komödie, weil sie so wunderbar auf der Klaviatur der Verwechslung zu spielen wisse. Als Freund des Lokalkolorits verlagerte Heinersdorff die Handlung von England nach Düsseldorf, weshalb es auch einen „Stripper von Itter“ gibt. Regie führt Folke Braband, der in der Vergangenheit schon mehrfach fürs „Theater an der Kö“ inszenierte.

Ein Markenzeichen von Ray Cooney: Arglose Menschen stolpern in brisante Situationen und verheddern sich unentrinnbar. In „Funny Money“ findet Heiner (Ralf Komorr) einen Koffer mit 1,5 Millionen Euro. Der brave Angestellte einer Versicherung wittert seine Chance. Immer ist er im Leben zu kurz gekommen, jetzt könnte er durchstarten. Ganz anders seine Frau Johanna, gespielt von Simone Pfennig: „Sie ist mit dieser Geldflut restlos überfordert, kann nicht aus ihrer spießigen Welt und greift zur Flasche.“ Die Schauspielerin singt im Stück ein Karnevalslied. Was würde zu Düsseldorf passen? Ihr fiel nichts ein, bis Manes Meckenstock „Da schwimmt ne Kölner“ vorschlug. Das zweite Ehepaar verkörpern mit Jacques Breuer und Saskia Valencia zwei bekannte Fernsehstars. „Victor steht immer ein bisschen auf dem Schlauch“,  beschreibt der Münchner seine Figur. „Er muss für andere die Kohlen aus dem Feuer holen und weiß nie so recht, warum.“ Saskia Valencia ist eine fröhliche Frau, allen Abenteuern aufgeschlossen. Dann ist da noch ein Trio aus zwei Polizisten (Horst R. Naase, Stefan Preis) und einem Taxifahrer. „Am häufigsten habe ich Taxifahrer gespielt, immer mit Weste und Mütze“, erzählt Thomas Gimbel.

Als Passant und Mr. Big tritt Kleber Valim auf, ein Schauspieler aus Brasilien, der 2003 durch ein Stipendium des Goethe-Instituts nach Deutschland kam und heimisch wurde. Ihm gehört der Haufen Kohle in „Funny Money“, aber so ganz koscher ist das nicht. „Man kann sehr schön die Mechanismen von Gesellschaft und Geld beobachten“, sagt er. „Und auch die kriminelle Energie, die sich dadurch bei einem kleinen Mann entwickelt.“