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Vernissage: Starkes Quartett engagiert sich für Kinder in Kenia

Vernissage : Starkes Quartett engagiert sich für Kinder in Kenia

Alles fing an mit einem Urlaub in Kenia 2012. Tino Kastilan reiste in die ostafrikanische Republik, um dort seinem Hobby Kitesurfen nachzugehen. Eines Tages sollte die Frage eines Einheimischen "Willst du aus deiner Reise mehr machen als nur einen Urlaub?" seine Zeit in dem afrikanischen Staat und sein ganzes Leben verändern. Er lernte Kichakamkwaju, die Schule für gehörlose Kinder, kennen. "Der Zustand war miserabel. Es mangelte praktisch an allem", sagte Kastilan gerade bei der Vernissage im Namen von Aid Kenya Watoto in der Galerie Voss.

Alles fing an mit einem Urlaub in Kenia 2012. Tino Kastilan reiste in die ostafrikanische Republik, um dort seinem Hobby Kitesurfen nachzugehen. Eines Tages sollte die Frage eines Einheimischen "Willst du aus deiner Reise mehr machen als nur einen Urlaub?" seine Zeit in dem afrikanischen Staat und sein ganzes Leben verändern. Er lernte Kichakamkwaju, die Schule für gehörlose Kinder, kennen. "Der Zustand war miserabel. Es mangelte praktisch an allem", sagte Kastilan gerade bei der Vernissage im Namen von Aid Kenya Watoto in der Galerie Voss.

Zurück in Düsseldorf fand er in Sandra Christmann, Geschäftsführerin der ArtPartner Relations, eine engagierte Unterstützerin seiner Idee. Mit ihr kehrte er zurück nach Kichakamkwaju. Die Hilfe im Jahr zuvor hatte sich Hunderte von Meilen herumgesprochen. Viele bislang wegen ihrer Taubheit versteckt gehaltenen Kinder hatten den mühsamen und oft gefährlichen Weg auf sich genommen, damit ihnen geholfen wird. "Uns wurde bewusst, dass wir so laienhaft, wie wir begonnen hatten, nicht weitermachen konnten. Wir haben deshalb in Deutschland einen Verein gegründet."

Beeindruckt von dem Engagement war auch der Schweizer Fotograf Jan Lichtensteiger, der ebenfalls zur Eröffnung der Schau in Düsseldorf kam. Auch er sah anfangs sofort, wie viel Hilfe noch notwendig ist. "Als ich in Kenia war, da wusste ich sofort, dass ich Bilder machen musste. Ich wollte sowohl meine Eindrücke von den Kindern als auch die von der für mich völlig unbekannten Stille dieser Kinder einfangen."

Insgesamt 14 seiner Exponate hängen zurzeit in der Galerie Voss. Der Erlös des Verkaufs soll den rund 600.000 gehörlosen Kindern von Kenia zugutekommen.

Vor Ort ist übrigens Anna Berngard. "Sie ist die einzige bezahlte Helferin unserer Organisation", sagt Christmann über die studierte Biologin aus Colorado. "Sie ist in Kenia Tag und Nacht zu erreichen und kümmert sich wirklich um alles."

(mjo)