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Kyung-Il Han: Stadtklang lädt zum Werkstatt-Festival

Kyung-Il Han : Stadtklang lädt zum Werkstatt-Festival

Als vor fünf Jahren Gäste aus aller Welt zum European Song Contest nach Düsseldorf kamen, da fragten viele von ihnen nach Orten in der Stadt, an denen Live-Musik gespielt wird. Leider hatte die Stadt in dieser Hinsicht nicht allzu viel zu bieten. Doch seitdem hat sich etwas getan.

Seit vier Jahren sorgt Kyung-Il Han mit seinem Projekt "Stadtklang" dafür, dass Bands und Musiker in Restaurants, Cafés und Bars live spielen können. Mehr als 350 Konzerte hat er auf diese Weise bislang organisiert. "Anfangs kamen die Musiker aus Düsseldorf, Wuppertal und Köln. Mittlerweile aus ganz Deutschland, und auch Künstler aus England, Australien und sogar New York sind immer häufiger dabei", sagt der 34-jährige Tontechniker und Musikproduzent.

Im Laufe der Jahre haben die Live-Auftritte von Stadtklang viele Anhänger gefunden, das Publikum ist bunt gemischt. "Studenten kommen genauso wie Senioren", sagt Kyung-Il Han. "Die meisten erfahren von den Konzerten über Facebook oder Flyer." Den Reiz der Live-Musik sieht er darin, dass jeder Musiker und jede Band sehr eigen ist. "Wenn die Qualität hoch ist, dann ist es fast schon egal, welche Musikrichtung es ist."

Für die kommende Woche hat Stadtklang eine Premiere initiiert: Am Samstag, 27. Februar, steht in Bilk das erste Festival an. In der Werkstatt der Firma French-Cars an der Volmerswerther Straße 86a treten von 17 bis 23 Uhr vier verschiedene Bands auf: Rocco Konserve mit Singer-Songwriter-Pop, Fabe Vega aus der Schweiz mit funkigen, souligen Tönen, Svenja Leopold mit Indie-Pop und die Düsseldorfer Band Roomers, die sich mit ihrer Mischung aus Rock, Jazz und Blues eine feste Fangemeinde in der Stadt erspielt hat. Eine Auswahl von Musikern, von denen Kyung-Il Han sagt, dass er aus Erfahrung weiß, "dass die Leute sie lieben". Für gutes Essen und Trinken sorgen Kultmetzer und -grillmaster Peter Inhoven, der Foodtruck "Let it Beef", Henkelmann Deluxe und die Brauerei Kürzer.

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Werkstätten als Bühne für Bands hatte sich Kyung-Il Han schon häufig angeschaut, aber bei French-Cars von Vater und Sohn Georg und Jürgen Kaminski hat es zum ersten Mal gepasst. In der Mitte der großen Halle mit alten französischen Autos werden dort die Bands spielen.

Für Kyung-Il Han, der in Kaarst als Sohn koreanischer Eltern aufgewachsen ist, ist dies der Auftakt zu weiteren geplanten Festivals. Sein Traum: einmal auf den Rheinwiesen ein Musikfestival organisieren. Vor allem für die Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen sieht der Stadtklang-Macher Bedarf. Häufig gehöre er als Besucher auf Festivals entweder zu den Ältesten oder den Jüngsten. Und sauber soll es auf seinen Festivals sein. "Was man an Schlammfestivals im Zelt schön finden kann, habe ich nie verstanden."

Karten zum Preis von zehn Euro können Interessierte an vier Vorverkaufsstellen vorab kaufen, sie sind auf der Seite www.stadtklang.org aufgeführt. Sonja Schmitz

(RP)