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Fedcon: Science Fiction im Maritim Hotel

Fedcon : Science Fiction im Maritim Hotel

Samstagmorgen, 11 Uhr. Die Sonne scheint, und es sind gefühlte 25 Grad. Perfektes Wetter also, um spazieren zu gehen oder den Tag auf der Terrasse des Lieblingscafés zu verbringen. Nicht so für Tausende Science-Fiction-Fans aus ganz Deutschland: Verkleidet als Star Wars-Soldaten, Mitglieder der Sternenflotte oder Aliens besuchen sie lieber die 23. Federation Convention, kurz Fedcon, Europas größte SciFi- und Star Trek-Messe, im Maritim Hotel. Es ist für sie bereits Tag Drei des insgesamt viertägigen Fantreffens, zu dem rund 10 000 Besucher kamen.

Und wer als Außenstehender auf die Fans trifft, merkt schnell: Es geht nicht allein darum, Stars wie Richard Dean Anderson (MacGyver), Shannen Doherty aus Charmed oder Uhura-Darstellerin Nichelle Nichols aus Star Trek zu treffen. Vielmehr geht es darum, gesehen zu werden, schließlich haben die Fans mehrere Wochen Arbeit in ihre Kostüme gesteckt. Und es geht darum, Menschen, die das liebste Hobby mit einem teilen, zu treffen.

Das weiß auch Bettina Wurche. Von Kopf bis Fuß ist sie mit blauer Farbe bemalt, trägt darüber lediglich einen Rock und ein bauchfreies Oberteil. Auf dem Kopf hat sie etwas, das Laien wohl als Hörner bezeichnen würden, in Wirklichkeit heißen sie aber "Lekku" und sind die Verlängerung des Gehirns des Aliens, das Wurche darstellt. Ihre Figur heißt "Aayla Secura" und tritt in den Star-Wars-Filmen auf. "Ich komme seit drei Jahren aus Hessen her. Man trifft total nette Leute und kann sich austauschen", sagt sie. Und das nicht nur über Star Wars: Auch viele Wissenschaftler seien dabei. "Ich bin selbst Biologin, aber es kommen auch viele Mathematiker und Physiker."

 Bettina Wurche (r.) posiert mit einer Alien-Bardame und Prinzessin Leia aus Star Wars.
Bettina Wurche (r.) posiert mit einer Alien-Bardame und Prinzessin Leia aus Star Wars. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)
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Auch Michelle Berard und Vater Matthias kommen jedes Jahr aus Erfurt zur Fedcon. Jeden Tag tragen sie ein anderes Kostüm - selbstgemacht versteht sich. Heute sind sie als Borg, Robotermenschen aus dem Star Trek-Universum, gekommen. "Es macht Spaß, sich zu verkleiden und dann fotografiert zu werden", sagt Michelle. Und tatsächlich: Vater und Tochter können kaum einen Schritt gehen, ohne für die Kamera posieren zu müssen. Dann lohnen sich die Arbeit für die Kostüme und Stunden im Hotel trotz offenbar auch. Vollends verstehen werden das am Ende aber nur jene, die Teil der Bewegung sind.

(lai)