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Schauspielerin Mareile Blendl stellt ihren neuen Film "All I Never Wanted" im Bambi in Düsseldorf vor

Mockumentary : Schauspielerin Mareile Blendl stellt ihren neuen Film vor

Was müssen Frauen im Film- und Mediengeschäft ertragen, um Karriere zu machen? Wo liegen ihre Grenzen? Diese Fragen will der Film „All I Never Wanted“ beantworten, der jetzt in Düsseldorf läuft.

(ahar) Was ist eine „Mockumentary“? Bevor der Film „All I Never Wanted“ am Samstagabend im Bambi startete, wussten viele Zuschauer noch nicht, was genau sie sich darunter vorstellen müssen. Das Genre sei recht unbekannt, sagt Veranstalter Kalle Somnitz vom Bambi-Filmstudio. Was sich dahinter verberge, müsse man am besten erleben. Auf das Filmexperiment ließen sich jetzt etwa 60 Zuschauer ein.

Hinter dem Begriff „Mockumentary“ verbirgt sich eine Mischung aus Fiktion und Dokumentation. „Sozusagen eine Fake-Doku“, sagt Schauspielerin Mareile Blendl. Der Film verwischt die Grenzen von Realität und Fiktion und schafft so einen satirischen Kontext. Mareile Blendl spielt eine der Hauptrollen in „All I Never Wanted“ und stellte den Film im Kino vor. Der Abend sei ein „Heimspiel“, sagte die Schauspielerin, die mit ihrer Familie in Düsseldorf lebt. Sie freue sich, den Film im „schönsten Programmkino Düsseldorfs zu zeigen“. „All I Never Wanted“ ist das Spielfilm-Debüt von Annika Blendl und Leonie Stade. Mit dem Film schlossen sie ihr Regie-Studium in diesem Jahr mit dem Diplom ab. Seine Uraufführung feierte er im Sommer beim Filmfest München und wurde anschließend auch auf dem Female-Eye-Filmfestival in Toronto oder im Goethe-Institut in Washington gezeigt. Der Spielfilm ist die erste Zusammenarbeit der Schwestern Mareile und Annika Blendl als Schauspielerin und Regisseurin.

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In der tragisch-komischen „Fake-Doku“ bekommt der Zuschauer Einblicke in das Leben von vier Frauen. Sie alle müssen sich in der Medienwelt behaupten. Da sind zum einen die jungen Dokumentarfilmerinnen Annika und Leonie, die ihr Filmprojekt finanzieren müssen. Zum anderen muss sich die 42-jährige Schauspielerin Mareile nach dem Verlust ihrer Star-Rolle im Fernsehen am Provinz-Theater neu behaupten, während das 17 Jahre alte Model Nina sich bei ihren ersten Castings in Mailand durchkämpfen muss. Der Film zeigt mit bissigem Unterton, was die Medien und die Gesellschaft mit den Frauen machen, und was sie bereit sind für ihre Karriere zu tun. Immer wieder stellt sich ihnen die Frage nach der eigenen Grenze. Muss Mareile sich oberkörperfrei auf der Bühne zeigen? Wie viel muss Nina in sozialen Netzwerken von sich preisgeben, um mehr Follower zu bekommen? 

Am Ende gibt es langen Beifall, im Anschluss eine Diskussionsrunde. Einige Zuschauer sind erschrocken, was die Figuren erleben. Andere sagen, es sei noch zu harmlos dargestellt. „Der Film zeigt einen Aspekt unseres Berufs“, erklärt Mareile Blendl. „Die Mockumentary stellt dar, welche Herausforderungen existieren.“

„All I Never Wanted“ läuft täglich im Bambi. Infos unter filmkunstkinos.de