Kostümpartys: Royaler Besuch beim FeDeFe im Steigenberger

Kostümpartys : Royaler Besuch beim FeDeFe im Steigenberger

Ups, da war der Kragen des Prinzen plötzlich rosa. Ein FeDeFe-Besucher hatte ihm im Eifer des Gefechts versehentlich Rotwein in den Nacken gekippt. Doch keine Panik. Peter Sökefeld, Kommandant der Prinzengarde Rot-Weiss, war selbst einmal Prinz und hatte Ersatz parat, so dass Christian II. heute mit weißem Kragen auf dem Zoch ist.

Ups, da war der Kragen des Prinzen plötzlich rosa. Ein FeDeFe-Besucher hatte ihm im Eifer des Gefechts versehentlich Rotwein in den Nacken gekippt. Doch keine Panik. Peter Sökefeld, Kommandant der Prinzengarde Rot-Weiss, war selbst einmal Prinz und hatte Ersatz parat, so dass Christian II. heute mit weißem Kragen auf dem Zoch ist.

Beim Fest der Feste, dem FeDeFe, der Prinzengarde im Steigenberger Parkhotel flogen Fesche Bienen, gab es exotische Haremsdamen und süße Kätzchen. Sie alle wollten sich mit Thomas Schneider fotografieren lassen. Der Kaarster ist Gewinner des Kostümfestes und sieht als Satan mehr als schauerlich aus. Mehrere Wochen hat Schneider an seiner Verkleidung gebastelt und genäht und alleine das Schminken des Gesichtes inklusive vieler angeklebter Silikonteile hat drei Stunden gedauert.

Ganz schön königlich diese "Damen": Gleich fünf Queens winken ihren Untertanen vom Roten Teppich zu. Foto: Andreas Endermann

Zahlreiche Verkleidete nehmen auch gerne Unannehmlichkeiten in Kauf: Wie Captain America mit seinem Schild auf dem Rücken oder, der Vampir mit dem künstlichen Gebiss, der Probleme beim Essen hat. Und wie die Barockdame mit ihren ausladenden Röcken auf Toilette gehen will, ist nur schwer vorstellbar. Die anderen 1300 Gäste feierten aber ausgelassen, tanzten, schunkelten und sangen von der ersten Minute an. Im Foyer wurden Karnevalsschlager gespielt, es gab eine Disco und im großen Partyraum präsentierte Rot-Weiss-Präsident Dirk Kemmer Live-Musik. Das beliebteste Fotomotiv des Abends: Fünf Männer, bis in das kleinste Detail als englische Queen verkleidet.

Der Papst, Madonna, Arielle die Meerjungfrau und eine Bande düsterer Zombies springen aus einem Großraumtaxi heraus. Sie wollen zum größten Karnevalsball der Landeshauptstadt - organisiert von dem Prinzenclub Düsseldorf: der Böse-Buben-Ball. Bei vielen Karnevalsjecken zählt er zu den Höhepunkten der Session. Dementsprechend schnell ausverkauft ist die Veranstaltung schon seit Jahren.

In drei Sälen konnten sich die mehr als 3000 Jecken zwischen Ballermann-Hits, Disco-Musik und verschiedenen Livebands entscheiden. Die Stimmung kochte schon kurz nach Beginn um 20 Uhr über. Vielen Kostümen konnte man die stundenlange Arbeit im Vorfeld ansehen. Verkleidungen von der Stange waren am Samstag die Seltenheit. Neben Feen und Comic-Helden waren vor allem Kostüme mit Lichterketten im Trend.

Martina, Patricia und Silke waren vor zehn Jahren schon einmal auf dem Böse-Buben-Ball. Zum Jubiläum folgte dann das selbst gebastelte Einhorn-Kostüm. "Die Idee kam uns schon im Oktober. 15 Stunden Arbeit stecken da bestimmt drin. Wir haben uns seitdem immer mal wieder zum Nähen getroffen," erzählt Martina. Awedis Yokarian zog am Samstag besonders viele Blicke auf sich: Der Armenier feierte mit Helm und beeindruckender Fellweste bis früh in den Morgen.

(RP)
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