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Ron Williams im Capitol in Düsseldorf: Mit Rhythmus  gegen Rassismus

Ron Williams im Capitol : Rhythmus gegen Rassismus

Ron Williams kommt mit seiner Show „The Sound of Classic Motown“ ins Capitol und präsentiert dort unvergessene Songs der 1960er Jahre. Abseits der Konzertbühnen engagiert sich der US-Amerikaner gegen Rassismus.

Musik ist sein Metier. Ron Williams (77) gerät ins Schwärmen, wenn er von Weltstars wie Stevie Wonder oder Diana Ross spricht. Ihr „Motown-Sound“ eroberte in den 1960-er Jahren die Musikwelt, jetzt bringt ihn Williams zurück auf die Bühne. Drei Tage lang führt er durch das Programm von „The Sound of Classic Motown“ im Capitol in Düsseldorf. „Viele kennen diese Songs, schwarzer Soul, der sofort zum Mitmachen und Tanzen verführt“, sagt er.

Er selbst ist ständig unterwegs, engagierte sich in einer „Schultour für Toleranz“ bereits an 100 Schulen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und für mehr Mitmenschlichkeit.  Er tritt als Entertainer, Sänger und Schauspieler auf. „Meine Jugend steckt im Herzen, der Seele und meinem Kopf“, sagt Ron Williams. Meditation helfe ihm für die nötige Energie und gesundes Essen: „Ich rauche nicht, habe seit 23 Jahren eine tolle Frau an meiner Seite, ab und zu ein guter Wein, das ist es“, beschreibt er seinen Lebensstil.

Geboren in Kalifornien, kam er 1961 aus den USA als GI nach Deutschland und arbeitete beim Soldatensender AFN American Forces Network. Bis heute ist der Entertainer als Sänger und Schauspieler aktiv und steht regelmäßig mit eigenen Projekten auf der Bühne. Als Kabarettist trat er im Düsseldorfer Kommödchen auf und stattete der Stadt schon 1969 mit dem Musical „Hair“ einen ersten längeren Besuch ab: „Wir spielten einige Wochen in Düsseldorf und machten auch die Altstadt unsicher. Die hatte unser Ensemble quasi übernommen“, sagt er.

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50 Jahre später präsentiert er ab 28. März im Capitol Theater drei Tage lang mit „The Sound of Classic Motown“ eine Hommage an The Jackson Five, Diana Ross and The Supremes, Stevie Wonder und Marvin Gaye. „Es war der Sound des jungen Amerikas, quasi sein Herzschlag“, sagt Williams. 101 Nummer-Eins-Hits prägten den Erfolg des berühmten Plattenlabels aus Detroit. „Das sind alles Evergreens, die wir mit einer tollen Band und vielen Solisten präsentieren“, sagt Ron Williams. Er führt durch die Show, erzählt aus der Musikwelt und singt auch selbst ein Stück der Motown-Ära.

Mit einem simplen Erfolgsrezept gelang es Label-Gründer Berry Gordy Jr. mit schwarzer Musik ein weißes Publikum zu begeistern. „Viele sagen, dass er mit Musik und Melodien den Rassismus überwand“, beschreibt Ron Williams den Erfolg. Die Sänger erlangten Weltruhm, bis heute sind ihre Songs unvergessen und locken auch junge Menschen in die Show. Das Motown-Label schrieb dabei weltweit Musikgeschichte. 1959 wurde es von Berry Gordy jr. in der Garage seines Einfamilienhauses in der Motorstadt Detroit gegründet. Der Name Motown steht für Motor Town.

Dass die Show mit ihren vielen Hits junge Leute lockt, wundert Williams nicht. „Diese Hits sind einfach bekannt“, sagt er. Von „Stop! In the Name of Love“ über „Papa was a Rollin’ Stone“ bis „Let’s Stay Together“ reicht das Spektrum mit dem unverkennbaren mehrstimmigen Harmoniegesang. Auf seine Zeit in Düsseldorf freut sich Ron Williams. „Die Kö, der Hafen und das Rheinufer mag ich. Ich habe auch Freunde und Bekannte hier“, sagt er.

Simona Meier

„The Sound of Classic Motown“ gastiert vom Donnerstag, 28. März, bis Samstag, 30. März, jeweils um 20 Uhr im Capitol Theater Düsseldorf.