Schauspielhaus: Publikum und Ensemble feiern "Lazarus"-Premiere

Schauspielhaus: Publikum und Ensemble feiern "Lazarus"-Premiere

Der Abend der Emotionen begann mit einer Baustellen-Wanderung. Die deutsche Uraufführung von David Bowies Musical "Lazarus" findet im Schauspielhaus statt, das gerade saniert wird - so bahnten sich die Premierengäste erst einen Weg zum Hintereingang.

Das ungeduldig erwartete Stück wollten viele sehen, Schauspieler Sönke Wortmann etwa, Volkswagen-Chef Matthias Müller, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Kulturdezernent Hans-Georg Lohe; auch Opern-Intendant Christoph Meyer war da. Viele Gäste hatte das Kuratorium "Schauspielhaus 2020" als Dank für ihre Spenden für die Sanierung eingeladen, Kuratoriums-Geschäftsführerin Bettina Siempelkamp strahlte zufrieden angesichts des großen Interesses.

Hauptdarsteller Hans Petter Melø Dahl (l.) lehnte sich an Regisseur Matthias Hartmann. Foto: Nicole Lange

Für Intendant Wilfried Schulz beinhaltete der Abend ein besonderes Wiedersehen. Als er auf "Lazarus"-Mitautor Enda Walsh traf, der sein Werk ebenfalls sehen wollte, fielen sich die Männer um den Hals, umarmten sich lange. Die letzte Begegnung mit dem Dramatiker sei lange her, sagt Schulz lächelnd "Das war jetzt nicht für Sie inszeniert." Nach dem Stück (und langem Applaus) ging es emotional weiter, der Intendant gab sich aufgekratzt, stellte wie üblich das Ensemble vor und versprach Publikumsliebling André Kaczmarczyk (spielt in "Lazarus" den Valentine) gleich noch einen Liederabend in dieser Spielzeit - der Schauspieler sprang danach sichtlich beschwingt weg. Regisseur Matthias Hartmann war nicht glücklich angesichts der kurz vorher bekanntgewordenen Vorwürfe aus seiner Zeit in Wien. Viel Jubel und Glückwünsche gab es aber auch für ihn.

(nic)