Promi-Darts-WM in Düsseldorf 2018: Marcel Scorpion gewinnt

Promi-Darts-WM in Düsseldorf: Youtube-Star Marcel Scorpion holt sich den Sieg

Gut 3500 Darts-Fans fieberten mit, als Prosieben zum zweiten Mal zu seiner Promi-Weltmeisterschaft in Düsseldorf blies. Viele kamen kostümiert wie zu Karneval ins Castello in Reisholz, um die Stars der internationalen Darts-Szene bei dem Spektakel zu feiern, das der Sender auch live ausstrahlte.

So wurde der 16-fache Darts-Weltmeister Phil Taylor ("The Power") auf dem Weg zur großen Bühne von Pinguinen, Haien und Piraten abgeklatscht. Der Weltranglistenerste Michael van Gerwen ("Mighty Mike") grüßte Hasen, Krokodile und Panzerknacker. Und der amtierende Weltmeister Rob Cross hatte Handkontakt mit den Heiligen Drei Königen, zwei der sieben Zwerge und einem Wikinger.

Darts-Profi Martin Schindler (l.) und der Youtube-Star Marcel Scorpion gewannen die "Promi-Darts-WM". Foto: Prosieben

Die meisten aus dem Publikum hatten den Atze-Schröder-Spruch "Ich kann auch ohne Alkohol lustig sein, aber ich gehe da mal auf Nummer sicher" verinnerlicht - anfangs waren die Schlangen an den Bierständen lang. Die Lautstärke im Castello war nichts für Zartbesaitete: Kaum standen die Idole auf der Bühne, kamen die lauten Anfeuerungen. Warf einer die 180 (höchstmögliche Punktzahl mit drei Darts), riss es das Publikum mit orkanartigen Jubelrufen von den Plätzen.

Phil Taylor kehrte für eine Nacht auf die große Darts-Bühne zurück. Foto: Prosieben

Schnell eroberte Moderatorin Ruth Moschner ("Flying Frog") die Herzen der Zuschauer. Niemand fieberte so schön mit wie sie, niemand sonst schien so intensiv um den richtigen Luftweg der Pfeile zu beten. Moschner, die mit Peter Wright, auch "Snakebite" genannt, ein Team bildete, setzte mangels Zielgenauigkeit ihren ganzen Charme ein und schaffte es sogar, dass Großmeister Taylor ihr Tipps gab, obwohl er gar nicht mit ihr zusammenspielte. "Ich war so verpeilt, Peter musste mir jeden Schritt erklären", meinte Moschner augenzwinkernd.

Ex-Nationaltorwart Tim Wiese war heiß auf seine Titelverteidigung. Foto: Prosieben

Sie schaffte es dank der "Snakebite"-Wurfkunst aber ins Finale. Die Konkurrenz war auch zielsicher: Taylor warf an der Seite von Sterne- und Fernsehkoch Frank Rosin, Deutschlands Nummer-Eins-Darter Max Hopp war im Team mit Fußball-Ikone Stefan Effenberg, der fünffache Weltmeister Raymond van Barneveld stritt für und mit Scooter-Frontmann H.P. Baxxter, der zweifache Weltmeister Gary Anderson zeigte Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen, wie es geht, und Profi van Gerwen dem Ex-Fußball-Nationaltorwart Tim Wiese.

Sonst bei "Grill den Profi": Moderatorin Ruth Moschner Foto: Prosieben

Siegen sollten schließlich die Darts-WM-Teilnehmer Martin Schindler und Marcel Scorpion, Youtube-Star. Damit bewies Scorpion dem Vorjahressieger Wiese, dass sich hartes Training auszahlt. Wiese hatte sich angeblich nicht auf die "Promi-Darts-WM" vorbereitet. "Ich habe Talent, ich muss mich nicht vorbereiten", hatte er kurz vor seinem ersten Wurf gesagt. Scorpion erzählte nach seinem Sieg den Moderatoren Elmar Paulke und Joko Winterscheidt: "Ich glaube, ich war der mit dem meisten Trainingsaufwand vorher. Über zwei Monate sind die Pfeile zwei bis drei Stunden pro Tag geflogen."

Dieses Geständnis bekamen im Castello nicht mehr alle mit. Zum einen war es fast halb zwei Uhr morgens, und zum anderen hatte die Umsetzung des Atze-Schröder-Spruchs längst Wirkung gezeitigt.

(RP)