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Meine Stadt: Pierre Korzilius zeigt seine fünf Lieblingsorte

Meine Stadt : Pierre Korzilius zeigt seine fünf Lieblingsorte

Ein Franzose in Düsseldorf. Das ist nichts Ungewöhnliches in einer Stadt, die sich gerne Klein-Paris nennt. Pierre Korzilius ist einer von 6000 - und einer, der sich am Rhein ganz besonders wohl fühlt. Das liegt auch an seinem tollen Job: Er ist Leiter des Institut Francais mit Sitz an der Bilker Straße mitten in der Carlstadt.

Ein Franzose in Düsseldorf. Das ist nichts Ungewöhnliches in einer Stadt, die sich gerne Klein-Paris nennt. Pierre Korzilius ist einer von 6000 - und einer, der sich am Rhein ganz besonders wohl fühlt. Das liegt auch an seinem tollen Job: Er ist Leiter des Institut Francais mit Sitz an der Bilker Straße mitten in der Carlstadt.

Die Kaiserpfalz ist ein beliebtes Ausflugsziel Foto: Endermann

Der Chef von 13 Mitarbeitern in Düsseldorf und acht im dazugehörigen Institut in Köln kümmert sich - ganz knapp zusammengefasst - um die deutsch-französische Verständigung. Das Institut lädt zu Veranstaltungen, vermittelt zwischen den Kulturen, berät zum Beispiel Politiker vor einer Frankreich-Reise und ist natürlich dabei, wenn die Destination Düsseldorf - wie heute bis Sonntag - zum Frankreichfest einlädt. Korzilius ist Deutsch-Franzose. Sein Vater war Deutscher, seine Mutter lebt in Südfrankreich. Von Kind an sprach er beide Sprachen, so dass er fast akzentfrei Deutsch spricht. Das hilft ihm in Düsseldorf sehr. Aber: Düsseldorf hat ihm, seiner Frau und den drei Kindern auch geholfen. Die Stadt hat es der Familie Korzilius leicht gemacht, sich wohlzufühlen. Sie fanden schnell ein Haus im Norden, Plätze erst in der französischen, dann in einer deutschen Schule, schnell waren Freunde und viele gute Kontakte gefunden. Und schnell hatte der Kulturbotschafter des Frankreichfestes auch seine fünf Lieblingsorte gefunden, die er für die Rheinische Post aufzählt.

Um das "Les Halles" trauert er schon jetzt. Foto: Tonight

Der Carlsplatz Ein tägliches Ritual ist es, dort nach dem Mittagessen beim "Saftladen" einen Saft, am liebsten mit Orange und Zitrone, zu trinken. Auch meine Mitarbeiter müssen immer mit mir dorthin. Der Chef gibt dann einen aus. Der Markt ist aber auch unsere Kantine, und wir kaufen dort für das Mittagessen oder den Haushalt zuhause ein. Man trifft immer jemanden, und mittlerweile kennt man auch viele Händler.

Gehry-Bauten Diese Häuser stehen für das moderne Düsseldorf. Sie sind eine architektonische Meisterleistung. Am tollsten finde ich das silberne Gebäude. Vor allem wenn ich Besuch aus Frankreich habe, zeige ich diese Häuser - und alle sind sehr überrascht und beeindruckt.

Kaiserpfalz Der Rhein, die historische Kaiserpfalz und vor allem der Stadtteil Kaiserswerth sind für mich eine vollkommene Mischung. Zwei unserer Kinder gehen ja auf das Suitbertus-Gymnasium, deswegen sind wir relativ oft in der Kaiserpfalz. Dort findet ja auch die Zeugnisübergabe statt, und wir haben dort auch französische Diplome vergeben. Hoffentlich wird die Kaiserpfalz bald wieder geöffnet.

Classic Remise Ich bin ein absoluter Fan von Oldtimern, habe selbst fünf Stück. Darum ist die Classic Remise (früher "Meilenwerk") an der Harffstraße in Wersten für uns auch immer einen Sonntagsausflug wert. Und morgen fahre ich natürlich bei der Oldtimer-Rallye anlässlich des Frankreich-Festes mit - mit einem Citroen DS.

Les Halles Wenn dieses Lokal Ende des Jahres schließt, bin ich echt traurig. Hier herrscht ein französisches Flair, wie ich es liebe. Es hat ein bisschen Patina, man kann dort gut essen und Konzerte hören. Das Les Halles ist ein echtes Bistro mit französischer Atmosphäre. Vor allem ist es ein Stück Düsseldorf, das nicht ganz so schick und geleckt, sondern irgendwie noch urtümlich ist.

Anke Kronemeyer

(RP)