Altstadt-Party "Nähkörbchen" feiert 50. Geburtstag

Düsseldorf · Als Karin Houck das erste Mal das "Nähkörbchen" betrat, war sie 17 Jahre alt und schon Mutter einer kleinen Tochter. Sie suchte Arbeit, wollte unbedingt in die Gastronomie. Ihre Eltern kümmerten sich abends um die kleine Nicole, sie wollte tagsüber Zeit haben. Sie wurde engagiert, ihre damalige Chefin Annelie Mattner war sofort angetan von der jungen Frau. Das ist jetzt fast 40 Jahre her, Tochter Nicole ist mittlerweile 39 und Karin Houck 56 Jahre alt. Und das Nähkörbchen ist ebenfalls in die Jahre gekommen – das aber über die vielen Jahre heiter und mit viel Musik und zahlreichen Partys. 50 Jahre ist es her, dass Annelie Mattner nach ihrer Trennung vom damaligen "Altstadtkönig" Helmut Mattner ("Töff-Töff", "Lord Nelson") ihre eigene Kneipe in der Altstadt eröffnete. Schon damals wurde Schlösser Altbier ausgeschenkt – auch dies ein rundes Jubiläum. Darum lädt die Brauerei mit ein zur Geburtstagsparty, die am Sonntag, 16. Juni, ab 12 Uhr an der Hafenstraße stattfindet. Vor 40 Jahren, erinnert sich Karin Houck, kostete das Glas Altbier übrigens 1,10 Mark, heute 1,60 Euro. Sie selbst blieb 14 Jahre im Nähkörbchen, ging für einige Jahre ins benachbarte "Wespennest". Erst übernahm sie dieses Lokal, als es abgerissen wurde, dann das "Nähkörbchen".

 Die Wirtin ist seit 40 Jahren dabei, das "Nähkörbchen" selbst ist 50 Jahre alt: Karin Houck lädt zu einer großen Party an die Hafenstraße.

Die Wirtin ist seit 40 Jahren dabei, das "Nähkörbchen" selbst ist 50 Jahre alt: Karin Houck lädt zu einer großen Party an die Hafenstraße.

Foto: Andreas Bretz

Als Karin Houck das erste Mal das "Nähkörbchen" betrat, war sie 17 Jahre alt und schon Mutter einer kleinen Tochter. Sie suchte Arbeit, wollte unbedingt in die Gastronomie. Ihre Eltern kümmerten sich abends um die kleine Nicole, sie wollte tagsüber Zeit haben. Sie wurde engagiert, ihre damalige Chefin Annelie Mattner war sofort angetan von der jungen Frau. Das ist jetzt fast 40 Jahre her, Tochter Nicole ist mittlerweile 39 und Karin Houck 56 Jahre alt. Und das Nähkörbchen ist ebenfalls in die Jahre gekommen – das aber über die vielen Jahre heiter und mit viel Musik und zahlreichen Partys. 50 Jahre ist es her, dass Annelie Mattner nach ihrer Trennung vom damaligen "Altstadtkönig" Helmut Mattner ("Töff-Töff", "Lord Nelson") ihre eigene Kneipe in der Altstadt eröffnete. Schon damals wurde Schlösser Altbier ausgeschenkt – auch dies ein rundes Jubiläum. Darum lädt die Brauerei mit ein zur Geburtstagsparty, die am Sonntag, 16. Juni, ab 12 Uhr an der Hafenstraße stattfindet. Vor 40 Jahren, erinnert sich Karin Houck, kostete das Glas Altbier übrigens 1,10 Mark, heute 1,60 Euro. Sie selbst blieb 14 Jahre im Nähkörbchen, ging für einige Jahre ins benachbarte "Wespennest". Erst übernahm sie dieses Lokal, als es abgerissen wurde, dann das "Nähkörbchen".

Sowohl das Wespennest als auch das Nähkörbchen – in dem die erste Chefin alles rund ums Nähen dekoriert hatte – waren und sind Stammlokale für die schwul-lesbische Karnevalsgesellschaft KG Regenbogen. Nach wie vor feiert die KG dort ihre rauschenden Partys. Houck: "Das ist wie eine große Familie." Darum gehören Auftritte von Mitgliedern der KG auch zum Programm der Geburtstagsparty am 16. Juni. Andreas Mauska, Präsident der KG Regenbogen: "Wir versuchen, Kostüme aus unseren letzten 13 Jahren zusammenzubekommen und werden alle unsere Motto-Lieder an dem Geburtstags-Nachmittag wie bei der Närrischen Hitparade singen."

Musik ist sowieso das Wichtigste im "Nähkörbchen". Egal, ob Vicky Leandros, Helene Fischer, Andrea Berg, Marianne Rosenberg oder Heintje – "meine Gäste tanzen am liebsten zu den deutschen Schlagern", sagt Karin Houck. So wie sie selbst: "Ich feier' natürlich auch mit, manchmal dreh' ich auch um 1.30 Uhr noch mal richtig auf." "Richtig", sagt Mauska, "Und dann macht sie uns oft auch noch Leberwurstbrote."

Und weil die KG Regenbogen ihre Wirtin so schätzt, sich auch viele Paare in dem Lokal kennengelernt haben, haben sie ihr ein Lied geschrieben: Auf die Melodie ihres Mottoliedes "So bunt wie die Welt" haben sie "Karin, die beste der Welt" geschrieben. Das legt sie im Restaurant oft auf – und kriegt dann richtig Gänsehaut.

Anke Kronemeyer

(RP)
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