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Lady Art Diner: Kreative Entwürfe vor dem Essen

Lady Art Diner : Kreative Entwürfe vor dem Essen

Wenn so eine beliebte Veranstaltung auch zum Selbstläufer wird, so darf sie doch nicht langweilig werden. Das Lady Art Diner mit der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse rief nun schon zum 9. Mal die kunstsinnigen Damen der Gesellschaft zusammen und lockte sie direkt ins künstlerische Herz der Stadt.

Geschäftsführerin Martina Waetermans nutzte die Gelegenheit, die vor kurzem erst berufene neue Professorin für Baukunst, Nathalie de Vries, an der Kunstakademie vorzustellen. Die Niederländerin skizzierte Wohnbau-Projekte ihres Rotterdamer Büros für die Zukunft: atemberaubend, utopisch und künstlerisch anspruchsvoll.

Hochgestapelte Bauten oder grün überwucherte nach dem Vorbild der Natur, lebensnahe Konzepte - all dies zeugt von hoher Zukunftsbereitschaft, von Nachhaltigkeit und neuer Materialfindung. "Es ist eine holländische Obsession", sagte de Vries, "dass wir mit Pflanzen noch viel mehr machen können und die Landwirtschaft in die Stadt zurückholen können." Mit ähnlich verwegenen Ideen machten sich sodann die geladenen Damen ans Konzipieren. Häuser und das Zusammenleben von morgen an bis ins Jahr 2050 sollten auf dem Reißbrett entstehen. Schnell malte die SPD-Kultursachverständige Claudia Mohrs in ihrer Gruppe den Slogan auf Papier: "Düsseldorf soll grüner werden!" Am anderen Tisch dominierte Noch-Bürgermeisterin Gudrun Hock (SPD) ihr Team, während Astrid Elbers genauso wie ihre Nachfolgerin als Oberbürgermeistergattin, Vera Geisel, eher zögerlich ans Werk ging. Für Kreativität standen KIT-Chefin Gertrud Peters und Kuratorin Pia Witzmann, während Barbara Conzen nicht mitarbeitete, dafür später die besten und sachkundigsten Ideen beisteuerte. Präsentiert wurden die Entwürfe im NRW-Forum, das seltsam verwaist da liegt. Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsmitglied der Sparkasse, begrüßte abermals und moderierte ein feines italienisches Mahl an.

(abo)