Kinoprogrammpreis NRW 2019: Düsseldorfs Kinos wurden ausgezeichnet

Kinoprogrammpreis NRW 2019 : Düsseldorfs Kinos mit Preisen ausgezeichnet

Blitzlichtgewitter und Glückwünsche überlassen sie üblicherweise berühmten Schauspielern oder Regisseuren. Am Dienstag aber traten die Betreiber der Düsseldorfer Filmkunstkinos selbst auf eine Bühne, um im Scheinwerferlicht einige Auszeichnungen entgegen zu nehmen.

Die Film- und Medienstiftung NRW mit Sitz im Düsseldorfer Medienhafen hatte zu einer großen Gala nach Köln eingeladen, um die fleißige Kinobesitzer für ihre Arbeit auszuzeichnen. Insgesamt 450.000 Euro waren im Topf, immerhin 37.000 Euro wurden an die Düsseldorfer Kinos Bambi an der Klosterstraße, Atelier an der Graf-Adolf-Straße, Cinema an der Schneider-Wibbel-Gasse, Souterrain an der Dominikanerstraße und Metropol an der Brunnenstraße verteilt. Für die Leiter der Kinos eine willkommene Geldspritze. „Wir werden ein Großteil des Geldes als erstes in eine gute Klimaanlage im Bambi investieren“, sagte Nico Elze. Der Geschäftsführer vom Bambi nahm mit Senior-Chef Kalle Somnitz Glückwünsche von Henning Baum und Leonie Brill (“Der letzte Bulle“) entgegen. Zu den Gratulanten gehört auch Petra Müller. „Mein herzlicher Dank geht an die Kinobetreiber, die ihre Kinos mit ihren besonderen Programmen zu einzigartige Kulturorten machen“, sagte die Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung, die insgesamt 65 Kinos in NRW mit Geldpreisen ehrte. „Wir freuen uns, mit unseren Prämien eine der vielfältigsten und lebendigsten Kinolandschaften in ganz Deutschland zu unterstützen und zu festigen“, sagte Müller weiter.

Besonders hervorgehoben wurde, dass die Düsseldorfer Kinos Bambi und Souterrain ein außergewöhnliches gutes Kinder- und Jugendprogramm präsentieren. Wichtig für die Jury des Kinoprogrammpreises war auch, dass auf den Spielplänen viele deutsche und europäische Filme stehen. Diese Film-Mischung käme gut bei den Besuchern an, sagte Eric Horst, einer der Programmmacher bei den Düsseldorfer Filmkunstkinos, in denen auch Anne Wotschke und Film-Kuratorin Christine von Fragstein arbeiten. Zurzeit würde die deutsche Komödie „Das perfekte Geheimnis“ für volle Kassen sorgen.

Anerkennung für die Kinoarbeit äußerte auch Mario Adorf. Der Schauspieler sagte, Kinos seien Orte, an denen besonders junge Menschen viel über Menschen, Freiheit und Frieden lernen können. Der 89-Jährige bekam von der Film- und Medienstiftung den Herbert-Strate-Preis für besondere Verdienste um den deutschen Film.

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