Karneval in Düsseldorf: Kölner Narren im Gericht

Karneval : Kölner Narren im Düsseldorfer Gericht

Am Donnerstag besuchte das närrische Dreigestirn aus Köln-Rodenkrichen die Sitzung im Düsseldorfer Amts- und Landesgericht. Darunter war auch der Regierungsdirektor des Justizministers Achim Klein in ungewohnter Optik.

Im Foyer des Gerichtsgebäudes in Oberbilk schunkelten bei der Sitzung „Justiz op jeck“ sogar die Justizbeamten. Anlass war der Besuch des Dreigestirns aus Köln-Rodenkirchen. Da wollten auch die Düsseldorfer Jecken nicht zurückstehen, schickten ihre Prinzengarde Blau-Weiss mit Tanzcorps. Eingefädelt hatte den ungewöhnlichen Besuch die Rodenkirchener Jungfrau Johanna (Achim) Klein. Er (oder sie) sitzt im Hauptberuf als Regierungsdirektor im Büro des Justizministers, betreut als Chefredakteur das NRW-Justizportal. „Et macht richtig Spaß, auch mal in Düsseldorf Karneval zu feiern, wo ich meinen beruflichen Mittelpunkt habe“, sagte die Jungfrau und legte unter dem Beifall der Gäste ein kleines Tänzchen hin. Begrüßt wurde die närrische Delegation von Landgerichtspräsident Bernd Scheiff und Amtsgerichtspräsidentin Angela Glatz-Büscher. Scheiff, als gebürtiger Bonner fast ein Nachbar der Südkölner: „Ich freue mich, dass ihr den Weg nach hier gefunden habt, um ein bisschen mit uns zu feiern.“ Alaaf und Helau wo es sonst um Paragraphen geht.

Nette Geste von Prinz Jörg Lyon, der einer Gruppe von Vierjährigen aus einem Oberbilker Kindergarten jeweils eine Blume überreichte. Und für den Präsidenten und die Präsidentin gab es natürlich die Rodenkirchener Orden. Närrisches Metall hielt auch Michael Szentei Heise bereit, der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde. Er verlieh den Kölnern den Toleranzorden.

Die Gastgeber hatten sogar eine kleine Bar aufgebaut. Hier sah man sogar den einen oder anderen kölschen Jecken Altbier trinken – obwohl doch ein Fässchen Kölsch direkt daneben stand. Ein Prinzengardist: „Die Kölner haben schon Geschmack.“ Jungfrau Johanna freute sich auf den anschließenden Besuch in ihrem Ministerium. „Die kennen mich dort alle ganz seriös im Anzug. Jetzt werden sie erfahren, dass ich im Karneval auch ganz schön bekloppt sein kann.“

Mehr von RP ONLINE