Karneval in Düsseldorf: Jubiläum für Lothar Hörning und Ute Heierz-Krings

Jeckes Jubiläum in Düsseldorf : Einmal Prinz, immer Prinz

Elf Jahre ist es her, dass Lothar Hörning und Ute Heierz-Krings zum Prinzenpaar gekürt wurden. Dieses jecke Jubiläum haben die beiden ausgiebig gefeiert.

Präsident, Prinz und jetzt ein richtiger Herzog. Lothar Hörning hat eine steile Karriere im Brauchtum hingelegt. Präsident der KG Regenbogen und heute Präsident der Prinzengarde Blau-Weiss, hat er als ehemaliger Prinz Karneval der Landeshauptstadt Düsseldorf jetzt einen weiteren Titel: Duke of Tattingstone. Keine Geringere als seine damalige Venetia Ute Heierz-Krings verlieh ihm am Donnerstagabend diesen Titel – auf Tag und Stunde genau elf Jahre nach ihrer Kürung.

Einen Tag vor der gestrigen Kürung des neuen Prinzenpaares trafen sich zahlreiche Karnevalisten zu einer Art Vorglühen. Denn Hörning und Heierz-Krings luden zu ihrem persönlichen närrischen Jubiläum Freunde und Wegbegleiter ein, um mit ihnen ihre Inthronisierung vor elf Jahren zu feiern. „Ich feiere keinen Geburtstag, da ist mir die Idee gekommen, diese Zeit vor elf Jahren noch einmal aufleben zulassen“, sagt der frisch gekürte Duke. Die beiden verstehen sich – was nicht bei allen ehemaligen Prinzenpaaren der Fall ist – immer noch blendend. Mehr noch, Lothar Hörning gehört inzwischen schon zur Familie von Ute Heierz-Krings, ihrem Mann Herbert sowie den Kindern Sophia und Johanna.

Prinz Lothar und Venetia Ute bei ihrer Kürung vor elf Jahren. Foto: Bretz/Bretz, Andreas (abr)

Und dann schwelgte sie in Erinnerungen. Eine tolle Zeit, eine unvergessene Zeit. „Das war der Höhepunkt meines Lebens“, bestätigt Lothar Hörning, der diesen Abend, wie es seine Art ist, perfekt inszeniert hatte. So wurde ein roter Teppich ausgelegt und der Gang zum Gebäude entsprechend illuminiert. Direkt vor dem Eingang, als Blickfang, waren auf Büsten die Roben der beiden drapiert: Lothars klassisches Ornat mit den roten Schuhen, Utes Krönungskleid, gold-glänzend mit den dazu passenden goldenen Schuhen und der blauweißen Scherpe. „Dass ich mal in das Kleid hineingepasst habe“, sagt sie. Heute für sie schwer vorstellbar. Lothar Hörning tröstet sie, auch er könne sein Ornat heute nicht mehr tragen – „zu eng“, meint er schmunzelnd.

Bereits vor vier oder fünf Jahren reifte der Gedanke, die Party zu feiern, um in Erinnerungen zu schwelgen. Und das taten alle, die anwesend waren, erst recht nach der kurzen Rede von Ex-Venetia Ute, und den etwas längeren, launigen Ausschweifungen von Lothar, wie man es von ihm gewohnt ist.

Schon nach der Vorstellung im Mai 2008 versprach Hörning, etwas Besonderes zu inszenieren und mit Strasssteinen um sich zu werfen. Das hat zwar nicht geklappt, dafür aber hat Alexander Moeser für das Paar den schönsten aller Prinzenordern geschaffen, der noch heute heiß begehrt ist. Unvergessen für alle, die dabei waren, der Einzug ins Stahlwerk bei der Sitzungsparty der KG Regenbogen. Als Hörning daran erinnerte, gab es spontan Applaus. Unvergessen auch, wie Ute Heierz-Krings’ damaliger Arbeitgeber, Dechant Michael Dederichs, reagiert hat, als er erfuhr, dass seine Gemeindesekretärin Venetia wird. „Er war begeistert und hat mir Absolution erteilt“, erinnert sie sich. Und der Dank ging nicht nur an ihn, sondern auch an Stefan Winkler, Michael Samm und Andreas Mauska von der KG Regenbogen, die das Paar unterstützt haben. Und ohne die Adjutanten Albert Rohans, Hanno Steiger, Carsten Hoffmann sowie Marc Frankenhauser, Michael Rohrbach und Fahrer Rolf Förster wäre vieles unmöglich gewesen. Birgit Wanninger

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