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Karneval 2021 in Düsseldorf: Sitzungen ohne Schunkeln und Mitsingen

Karneval in Corona-Zeiten : Karneval ohne Mitsingen und Schunkeln

Zwei Karnevalsvereine planen in der Corona-Session mehrere Redner- und Musikabende mit Publikum – jedoch unter Einhaltung strenger Regeln.

Die Karnevalsfreunde der katholischen Jugend (Kakaju) und der Allgemeine Verein der Karnevalsfreunde (AVDK) planen trotz der Absage des Sitzungskarnevals einige Events für die kommende Session. Die Landesregierung hatte zuvor nach dem Karnevalsgipfel in der Staatskanzlei grünes Licht für sogenannte Kulturveranstaltungen gegeben. So sollen im Januar und Februar bei fünf Rednerabenden im Brauhaus Schumacher Künstler wie Bernd Stelter, Guido Cantz, Jürgen Hilger oder Klaus und Willi auftreten. „Es ist wichtig, dass wir als Karnevalsvereine die Fahne hochhalten“, sagt AVDK-Präsident Stefan Kleinehr. Zudem seien die Veranstaltungen wichtig für die auftretenden Künstler, die wegen des Ausfalls der klassischen Sitzungen kaum noch Auftrittsmöglichkeiten und vor allem Einnahmen zu erwarten hätten. Die Erlöse aus dem 20 Euro teuren Eintritt werden deshalb vollständig unter den Künstlern und den Technikanbietern aufgeteilt. Bis zu 100 Zuschauer sollen bei der Veranstaltung Platz finden, über die Eintrittskarten sollen die Kontaktdaten erfasst werden.

Darüber hinaus sind noch mehrere Musikveranstaltungen im Stahlwerk geplant, um auch Bands und Tanzgarden auftreten lassen zu können. Dort sollen jeweils bis zu 250 Zuschauer kommen dürfen, und auch das Prinzenpaar wird als Kulturbotschafter des Düsseldorfer Karnevals dabei sein. Die genauen Termine und Details müssen jedoch noch geklärt werden. Alkohol soll zwar ausgeschenkt werden, Mitsingen und Schunkeln werden wegen der Corona-Pandemie nicht erlaubt sein. Die Einhaltung der Regeln wollen die Veranstalter durch Ordner im Saal sicherstellen.

Die Karnevalisten sehen in den strengen Regeln aber auch einen Vorteil: „Karneval kann dadurch auch ein anderes Image bekommen, weg von den Partys“, sagt Stefan Kleinehr. Durch die geringere Zuschauerzahl sei auch die Atmosphäre viel intimer und mehr Interaktion zwischen den Künstlern und dem Publikum möglich.

Wie groß die Nachfrage nach den Tickets sein wird, können die Karnevalisten schwer einschätzen. „Es ist ein Versuch“, sagt Thomas Puppe. So oder so wünschen sich die beiden aber Toleranz. Man habe Verständnis für jeden Verein und Jeck, der unter den gegebenen Voraussetzungen nicht Karneval feiern wolle, Gleiches wünsche man sich aber auch von der anderen Seite.

Infos und Karten für die Veranstaltungen gibt es online unter kaufdeinticket.de.