Künstler: Julian Schnabel stellt in Düsseldorf aus

Künstler: Julian Schnabel stellt in Düsseldorf aus

Das Interesse war riesig, der Andrang groß: Der US-Künstler Julian Schnabel besuchte Düsseldorf, um am Freitag in der Galerie Geuer & Geuer an der Heinrich-Heine-Allee seine Ausstellung zu eröffnen.

Dabei nahm er dem Galerie-Inhaber Dirk Geuer viele Aufgaben ab. "Julian Schnabel entschied, wie wir die Grafiken hängen sollten und kontrollierte auch das Layout des Katalogs", sagt Geuer. Er hatte vor etwa zwei Jahren die Werke Schnabels erstmals gesehen und den Künstler mehrmals getroffen.

Dass Schnabel nun in Düsseldorf neue Arbeiten zeigt, ist für die Kunstwelt etwas Besonderes, denn: "Es sind seine ersten neuen Grafiken seit mehr als zehn Jahren", sagt Geuer. Zur Vernissage waren viele Düsseldorfer Kunstfachleute gekommen. Die Künstlerin Johanna Wiens etwa, die Schnabels Werk seit Jahren bewundert und auch Gefallen an Schnabels Idee findet, alte Plakate mit Abbildungen deutscher Bauwerke wie den Kölner Dom mit Farbe zu verfremden.

Auch Objektkünstler HA Schult besuchte die Vernissage ebenso wie der Düsseldorfer Künstler Junior Toscanelli. Der Maler und Bildhauer ImiKnoebel und Ehefrau Carmen ließen sich den Galeriebesuch nicht nehmen, denn der Düsseldorfer Künstler und der Amerikaner Schnabel sind seit vielen Jahren gut miteinander bekannt. Groß war das Interesse der bundesweiten Boulevard-Fernsehmedien, die wohl einen besonderen Gast bei der Ausstellungseröffnung erwartet hatten: Model und Moderatorin Heidi Klum.

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Ihr Besuch bei Geuer & Geuer war gar nicht so abwegig, denn Klum ist zurzeit mit Vito Schnabel liiert. Fragen über seinen Sohn und seine deutsche Freundin wies Julian Schnabel aber ab, um die Aufmerksamkeit auf seine Kunst zu lenken. Die benannten Grafiken zeigen Bearbeitungen des American Revolution Wallpaper aus dem Weißen Haus. "Je nach Höhe der Auflage geben Grafiken dem Künstler die Chance, sein Werk breiter zu präsentieren", sagt Reiner Opoku, Schnabels Manager.

Zudem sind bei Geuer & Geuer noch bis 10. August bisher unveröffentlichte Bildzyklen Schnabels aus dem Jahr 2016 zu sehen. Holger Lodahl

(RP)