Kunst: In der Stadtmitte ist Kunstauktion

Kunst : In der Stadtmitte ist Kunstauktion

Nicht nur Mode und Musik unterliegen Trends, auch die Bildende Kunst. Düsseldorfer Zero-Kunst sei "in", sagt Peter Karbstein. Seit mehr als 30 Jahren führt der Kunstfachmann das Auktionshaus Kurfürstenstraße 16, das seinen Namen trägt. Heute tritt Karbstein ans Pult und sorgt dafür, dass mehr als 400 Gemälde, Skulpturen und Fotografien einen neuen Besitzer finden. So wird Karbstein Liebhaberstücke von Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker vorführen.

Nicht nur Mode und Musik unterliegen Trends, auch die Bildende Kunst. Düsseldorfer Zero-Kunst sei "in", sagt Peter Karbstein. Seit mehr als 30 Jahren führt der Kunstfachmann das Auktionshaus Kurfürstenstraße 16, das seinen Namen trägt. Heute tritt Karbstein ans Pult und sorgt dafür, dass mehr als 400 Gemälde, Skulpturen und Fotografien einen neuen Besitzer finden. So wird Karbstein Liebhaberstücke von Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker vorführen.

Angesetzt sind die Preise teilweise im hohen vierstelligen Euro-Bereich. Karbstein weiß, dass viele Käufer diese und andere Exponate als Investition für die Zukunft kaufen würden. "Aber wir haben keine Glaskugel und wissen nicht, wie sich der Kunstmarkt entwickeln wird", sagt er. Sein Tipp: "Es ist besser, in Galerien, Museen und in Auktionshäuser zu gehen und das zu kaufen, was einem gefällt", sagt er. Gerade in Euro- oder Wirtschaftskrise investieren viele seiner Kunden Geld, um sich Gemälde von Otto Pippel für 15 000 Euro oder Skulpturen von Gerhard Marcks (etwa die Bronze "Haarkämmende", ab 12 000 Euro) zu leisten.

Zeichnungen und Holzschnitte wie die Werke des Düsseldorfer Künstlers Otto Pankok oder Fotografien wie Arno Wrubels Bild "Dreischeibenhaus" würde er trotz oder vielleicht wegen der niedrigen Preise im dreistelligen Euro-Bereich nicht so leicht loswerden, sagt der Geschäftsmann. Gar nicht "in" seien Bilder der späten Düsseldorfer Malerschule, etwa Niederrheinlandschaften im Winter. Werke der frühen Düsseldorfer Malerschule aber seien gefragt, etwa Oswald Achenbachs Werk "Abend in Italien", das ab 5000 Euro zu haben ist.

"Die meisten Gebote kommen heute per Fax, E-Mail oder per Telefon 'rein." Auf die Frage, wer seine Kunden seien, schweigt er gentlemanlike. Holger Lodahl

(RP)