Hilfe für Plüschelefanten mit gebrochenem Rüssel im Teddy-Krankenhaus Düsseldorf

Uniklinik Düsseldorf : Hilfe für Plüschelefanten mit gebrochenem Rüssel

Auch Teddybären haben gebrochene Beine und Bauchschmerzen. Beim 14. Teddybärkrankenhaus (TBK) auf dem Gelände der Heinrich-Heine-Universität wurden sie am Sonntag behandelt.

(jhei) Mehr als 700 Kinder kamen mit ihren Kuscheltieren zur Sprechstunde. Rund 500 Medizinstudenten und Pflegeschüler begleiteten die Kinder und ihre Kuscheltiere als „Teddydoktoren“ durch die verschiedenen Stationen.

„Die Behandlung der flauschigen Patienten kann den Kindern spielerisch die Angst vor dem Arztbesuch nehmen und ihnen zeigen, wie der Ablauf im Krankenhaus oder beim Arzt ist“, sagt Mila Kivel vom Organisationsteam. Das aus Skandinavien stammenden Projekt gibt es seit 2004 auch in Düsseldorf. In diesem Jahr neu dabei war der Teddy-EKG, der das Angebot der zehn verschiedenen Zelte, wie Operationsraum und Apotheke, ergänzte.

„Schon die Kleinsten wissen, dass beim ‚Tatütata‘ die Feuerwehr oder der Krankenwagen kommt. Häufig ist aber für die Kinder nicht begreifbar, was dann passiert. Hier können sie mit alldem spielerisch in Berührung kommen und ihre Scheu davor verlieren“, sagt Ludwig Schwaderlapp vom Umweltschutzzug der Freiwilligen Feuerwehr.

Die zweijährige Lena hilft, ihre Puppe Lisa zu verarzten. „Lisa ist vom Bett gefallen“, sagt Lena zur Teddydoktorin. Mit ihrer Mutter Antje nimmt Lena ihrer Puppe Blut ab, impft und röntgt sie und lässt ihr Bein eingipsen. Auch Nadine Oyen ist mit ihren Kindern Alina und Kilian zum vierten Mal in Folge zum Teddybärkrankenhaus gekommen: „Die Aktion gefällt den beiden immer so gut, dass wir sie jedes Jahr mitmachen müssen,“ sagt Oyen.

Noch bis Mittwoch werden Kindergartengruppen und Flüchtlingskinder zum TBK kommen.

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