Helene-Fischer-Weihnachtsshow 2017: ZDF-Aufzeichnung in Düsseldorf

Konzert in Düsseldorf: Treue Helene-Fans erleben Weihnachtsshow

10.000 Zuschauer haben am Samstag und Sonntag die Aufzeichnung der Helene-Fischer-Weihnachtsshow fürs ZDF miterlebt - und damit viele mitreißende Momente, von denen manche vielleicht nicht im Fernsehen ausgestrahl werden.

Schon von weitem schallt es aus Halle 6: "Ich sag Helene, ihr sagt ...!" - "Fischer", tönt es aus vielen Kehlen zurück. Das kommt gleich mehrfach von einem "Aufwärmer" auf der Bühne, der das Publikum auf die "Helene Fischer Show" einstimmt.

Am Samstag und Sonntag in Düsseldorf aufgezeichnet, wird diese am ersten Weihnachtstag im ZDF gesendet. Kurz nach 20 Uhr sind alle 10.000 Zuschauer auf ihren Plätzen. Sie üben "Appläuse", einen netten, einen mittleren und einen Ausraster, die später in die Show hineingeschnitten werden können. Tänzer nehmen ihre Position ein, verharren wie Schaufensterpuppen.

Dann ist sie endlich da: Helene Fischer. Die Weihnachtsshow sei für sie mittlerweile ein liebgewordenes Ritual, hatte die Sängerin vorab gesagt. Sie, das Idol aller, die aus ganz Deutschland für sie angereist sind. So wie Manfred Metsch, Andrea Strohhäcker und Pierre Schweiker - begeisterte Helene-Fans seit gut zehn Jahren: "Ein Muss, hier zu sein", sagt die Frau im Bunde mit strahlenden Augen und großer Lust auf das Konzert.

Die Halle tobt. Im silbrig glänzenden Kleid und umkreist von Rollschuhläufern, singt sie kristallklar: "Nur mit Dir". Kommt dann an die Rampe: "Guten Abend Düsseldorf, vielen Dank für den herzlichen Empfang!"

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Den Anfang macht ein Weltstar: James Blunt, ihr Duett mit ihm ist zum Dahinschmelzen. Ab da geht es Schlag auf Schlag. Vier Stunden dauert die Aufzeichnung. Immer wieder sind kleine Umbauten nötig, und gelegentlich lässt die Musik auf sich warten. So bei Vanessa Mai, die minutenlang auf einem weißen Flügel verharren muss, bis sie "Regenbogen" singen kann.

Einmal ist Helene selber Opfer. Die Pause vor "Achterbahn" überbrückt sie souverän: "Jetzt ist der Moment gekommen, in dem ich Zeit habe, mit euch zu sprechen." Es dauert. "Ich würde jetzt sooo gern singen!" Da fangen sie einfach im Publikum mit dem Song an, und Helene kriegt das auch a cappella hin. Locker singt sie hintereinander weg mit so unterschiedlichen Künstlern wie Max Giesinger, den "Höhnern", Gianna Nannini oder der Band Santiago. Ein Gänsehaut-Moment ist das Duett "You Raise Me Up" mit der zehnjährigen Céline Tam aus Hongkong. Zum ersten Mal präsentiert Helene Fischer zwei Top-Stars aus der Serie "Nashville" in Deutschland, und das Terzett klappt so gut, dass Sängerin Clare Bowen schwärmt: "Du singst Countrymusik wie ein Engel."

Unter ihre Moderationen mischen sich auch sympathische Verhaspler. Aber die werden in der Show kaum auftauchen, es gibt ja zwei Aufzeichnungs-Abende. Vermutlich fällt auch folgender Dialog mit Barbara Schöneberger unter den Tisch: "Du wirst immer schöner, wie guter Rotwein", lobt Helene eifrig. Barbara launig: "Oder wie Käse." Helene: "Ich liebe alten Käse!" Ihr Sängerinnen-Wettstreit ist ein Glanzlicht der Show. Fischer singt im Tina-Turner-Stil "Mein kleiner grüner Kaktus", Schöneberger mit Nina Hagens Röhre "Leise rieselt der Schnee".

Was noch? Ausschnitte aus drei Musicals (bei "Tanz der Vampire" sitzt Helene im Schaumbad) und atemberaubende Akrobatik inklusive zirkusreifem Auftritt des durchtrainierten Stars, der längst nicht mehr nur auf dem Schlagerticket fährt. Kurz nach Mitternacht räumt noch die Kelly Family ab. Wer Helene Fischer und ihre Show-Mischung mag, kann sich jetzt erst recht auf Weihnachten freuen.

(go)