Evk : Heinemann will Hospiz helfen

Das Motto stand für Heinz-Richard Heinemann schnell fest: "Momente des Glücks leben", darum soll es im kommenden Jahr im Hospiz am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf gehen.

Das Motto stand für Heinz-Richard Heinemann schnell fest: "Momente des Glücks leben", darum soll es im kommenden Jahr im Hospiz am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf gehen.

Ein Jahr lang will der Kö-Konditor sich für die Einrichtung in der Kirchstraße "stark machen". Er ist bereits der achte Verbündete des Hospizes und folgt damit Düsseldorfer Persönlichkeiten wie Nemo, Hildegard Müller, Josef Hinkel und Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Wie genau diese Zusammenarbeit aussehen soll, ist noch nicht ganz klar, zunächst einmal wird es wohl eine Adventsfeier im Hospiz geben.

Heinemann hat sich das Hospiz im Vorfeld angesehen. Mit den Sterbenden hat er zwar nicht gesprochen, — "ich wollte mich nicht aufdrängen" — aber er war dennoch beeindruckt. Der Konditor will Lebensfreude vermitteln und im kommenden Jahr auch Bekannte und Freunde für die Hospizarbeit begeistern.

Ziemlich unbefangen, mit "rheinischer Mentalität", tritt Heinemann dem Tod gegenüber. Viele aus seiner Familie habe er sterben sehen. Dass Schokolade und Kuchen Sterbenden einen Moment des Glücks geben können, habe er am Beispiel seiner Großmutter erlebt. Die sei über der Backstube gestorben, habe aber immer wieder nach einem Teil aus der Backstube verlangt.

Susanne Hirsmüller leitet das Hospiz. "Für uns ist es wichtig, dass die Arbeit des Hospizes in die Öffentlichkeit getragen wird, denn wir sind abhängig von Spenden. Die Krankenkassen übernehmen schließlich nur einen Teil der Kosten." 13 Plätze hat das Hospiz, alle sind immer belegt. Es gibt eine Warteliste. Durchschnittlich verbringen die Menschen dreieinhalb Wochen hier. Es sind die letzten Wochen ihres Lebens, die man ihnen so angenehm und leicht wie möglich machen will. "Dazu kann natürlich auch eine Schokolade gehören", sagte Hirsmüller.

(tt)