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Kindermoden: Harald Glööckler lässt in Düsseldorf bitten

Kindermoden : Harald Glööckler lässt in Düsseldorf bitten

Es gibt Lachs- und Gurkenhäppchen und einen Roten Teppich, der ein bisschen kurz geraten ist, und wohl deshalb nicht betreten werden darf. Männer in schlechten Anzügen machen sich breiter als sie ohnehin schon sind, man müsse warten, bis das "Event mit Herrn Glööckler" beginnt.

Der will heute seine neue Kindermoden-Linie "Princess for a day" in Düsseldorf vorstellen. Im Rahmen der Orderplattform für Kindermode, die man sinnigerweise "The Little Gallery" genannt hat. Das Ganze findet in einem Glasgebäude am Rhein statt, viele Menschen mit Sonnenbrillen stehen gelangweilt inmitten bunter Kindersachen.

Ein bisschen Small Talk über die Türken-Demo, deretwegen man den Eingang verlegt hat, dann geht es auch schon los. Eine Frau schiebt ihren Mann zum 1200 Euro teuren Kinderwagen: "Nimmst du das Baby?" Doch noch ist Harald Glööckler gar nicht auf der Bühne.

Statt seiner redet Frank Ost, dessen Firma "Tee to Green" die Markenrechte an "Princess for a day" hat, und gemeinsam mit seiner Partnerin Susanne Wichmann der eigentlich Verantwortliche für die Kollektion ist. RTL muss das Auto umparken, dann kommt Glööckler, Lachen, Blitzlicht, eine Opern-Arie untermalt seinen Auftritt.

Igedo-Geschäftsführer Philipp Kronen ist auch auf der Bühne, vor dem goldenen Thron, der für Glööckler reserviert zu sein scheint, redet er von Schwangerschaftsmode und erwähnt, dass nur, als er selbst vorgestellt wurde, ähnlich viel Presse anwesend gewesen sei.

Ein "glamouröser Start für die "Little Gallery", nennt er den Glööckler-Auftritt, eine "tolle Persönlichkeit", sei er, "nach allem, was ich von ihnen gelesen habe". Nun muss man kurz einhaken und erwähnen, dass Harald Glööckler in den vergangenen Tagen wegen angeblichen Kokainmissbrauchs in der Presse war. Glööckler hatte eigens eine Pressekonferenz einberufen, auf der er beteuerte, nie Kokain genommen zu haben und sprach von Verleumdung durch die "Bild"-Zeitung.

Glööckler findet die Kinderkleidung, die unter seinem Namen verkauft wird, schön. Ein Prozent des Verkaufspreises geht an das Kinderhilfswerk, sagt jemand, was einige im Saal zum Klatschen animiert. Die Sachen, die einem lila-goldenen Albtraum von Barbie entsprungen zu sein scheinen, hängen neben animierten Fotos von Glööckler und diabolisch grinsenden Kindern in Ludwig II-Kulisse. Ein Body, in Pakistan oder Indien produziert, soll später 20 Euro kosten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Glööckler stellt "Princess for a Day" vor

(RP)