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Heimatbesuch: Hallenmanager heute wieder in Abu Dhabi

Heimatbesuch : Hallenmanager heute wieder in Abu Dhabi

Wie das Leben als Wüstensohn wohl so ist, wenn das Dasein unter sengender Sonne nicht als Kurztrip in das Reich von 1001 Nacht angelegt ist? Rainer Schüler kann davon als Arbeitskraft in Diensten des Kronprinzen von Abu Dhabi (2,2 Millionen Einwohner) so manches erzählen, und die Versicherung, dass er Deutschland noch nie so geschätzt hat wie jetzt, kommt zwar ohne jede Verzweiflung daher, dafür aber mit einem breiten Lächeln - nach dem Motto: "Hätt' ich so auch nicht gedacht."

Wie das Leben als Wüstensohn wohl so ist, wenn das Dasein unter sengender Sonne nicht als Kurztrip in das Reich von 1001 Nacht angelegt ist? Rainer Schüler kann davon als Arbeitskraft in Diensten des Kronprinzen von Abu Dhabi (2,2 Millionen Einwohner) so manches erzählen, und die Versicherung, dass er Deutschland noch nie so geschätzt hat wie jetzt, kommt zwar ohne jede Verzweiflung daher, dafür aber mit einem breiten Lächeln - nach dem Motto: "Hätt' ich so auch nicht gedacht."

Einige Tage hat Schüler jetzt nach einem halben Jahr Abwesenheit wieder am Rhein verbracht, und als der ehemalige Pressechef der Arena beim Winter Game an alter Wirkungsstätte auftauchte, musste er sich von den Ex-Kollegen so manchen Spruch über das "Rentnerdasein am Äquator" anhören. Denn Schüler verfügte über einen Teint, für den das Wort "wohlgebräunt" wohl am angemessensten ist. Kombiniert mit dem relaxten Gesamteindruck denkt man nur, dass das Leben im Emirat einigermaßen auszuhalten ist. "Ist es auch, vor allem jetzt", sagt Schüler, der seit einem Jahr eine Halle mit 6000 Sitzplätzen als Geschäftsführer managt. "Im Winter sind es in Abu Dhabi angenehme 25 Grad", sagt der 40-Jährige, "ich spiele mit Freunden unter freiem Himmel Fußball, ich habe einen Tennispartner gefunden, und mit dem Golf läuft es auch."

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Für Abwechslung ist also gesorgt, allerdings ist es damit im Sommer schwieriger. "Da sind es gefühlt 50 Grad, da halten Sie sich nicht im Freien auf. Die Sonne sticht zu sehr", meint Schüler, der nach fünf Monaten im Hotel ein Appartment in der Zayed Sport City gefunden hat. Nur 200 Meter sind es bis zum Arbeitsplatz, aber selbst die legt Schüler dann im Auto zurück. Die Freizeit verliert ihre Abwechslung, was noch schwerer wiegt, wenn wegen des Fastenmonats die Arbeitsbelastung auf sechs Stunden heruntergefahren wird. Dass Düsseldorf in den heißen Monaten viele arabische Gäste beherbergt, kann Schüler nun sehr gut nachvollziehen - ebenso die Schwierigkeiten, die viele mit einer Fußall-WM im Sommer in Katar haben.

Den Wechsel von Düsseldorf nach Abu Dhabi, wo der Ausländeranteil bei 80 Prozent liegt, hat der Düsseldorfer aber nicht bereut. "Die Gelegenheit, an so einem fremden Fleck eine eigene Halle zu übernehmen, kommt ja nicht alle Tage auf einen zu." Der Kontakt kam über das Institut für Sportstättenberatung zustande. In der Halle finden viele Sportveranstaltungen statt, vor allem Jiu Jitsu - Sheik Mohamed ist ein Fan -, aber auch Käfigboxen, zahlreiche Konzerte und Fernsehshows. Aufs Wiederkommen nach Düsseldorf freut er sich aber jetzt schon wieder, der Wüstensohn vom Rhein. Uwe-Jens Ruhnau

(RP)