1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtgespräch

American Football Club: Großer Empfang für Düsseldorf Panther

American Football Club : Großer Empfang für Düsseldorf Panther

Im Jahre 1978 fand ein Häufchen junger Männer in Düsseldorf Gefallen am American Football - eine der drei Lieblings-Sportarten in den USA. In Deutschland gingen damals diesem Sport vorwiegend amerikanische Soldaten nach. Auf den Rheinwiesen fanden die ersten Spiele statt, neben dem damaligen Rheinstadion. Und die Leute wunderten sich schon sehr über die komische Ei-Form des Balls. So richtig Ahnung vom Football hatten die Spieler auch noch nicht.

Im Jahre 1978 fand ein Häufchen junger Männer in Düsseldorf Gefallen am American Football - eine der drei Lieblings-Sportarten in den USA. In Deutschland gingen damals diesem Sport vorwiegend amerikanische Soldaten nach.

Auf den Rheinwiesen fanden die ersten Spiele statt, neben dem damaligen Rheinstadion. Und die Leute wunderten sich schon sehr über die komische Ei-Form des Balls. So richtig Ahnung vom Football hatten die Spieler auch noch nicht.

Das änderte sich aber, als ein zufällig dort joggender Amerikaner sie beobachtete, sich vorstellte und sich ihrer annahm. Er hieß Steve Moor und war Footballer und Football-Trainer an einem College in Amerika. Damit war der Grundstein für den sportlichen Erfolg des noch jungen Vereins "Düsseldorf Panther" gelegt. Der heutige Präsident Markus Becker war in den 1980er Jahren legendärer Ballträger bei mehreren Meistertiteln und hat bis heute den Satz nicht vergessen, den ihm Moor für seine Karriere mit auf den Weg gab: "Hier hast du den Ball.

Den hältst du jetzt fest, egal, was auf dem Spielfeld geschieht." Ein Tipp, den Becker in dem Spiel, in dem es darum geht, den Ball möglichst weit nach vorne zu bringen, oft genug beherzigte. Auf die Frage, was sein schönster Moment bei den Panthern war, erzählt Erfolgstrainer Moor noch heute: "Als wir in Nürnberg 1983 den ersten Meistertitel geholt hatten, bin ich nach der Rückkehr mit einigen von damals an den Platz am Rhein gefahren, und wir haben dort gemeinsam geweint vor Freude.

" Von den Damaligen waren dann auch beim Geburtstags-Empfang von Oberbürgermeister Thomas Geisel gestern einige dabei. Gerd Bucher, Dirk Reinartz und Hannes Vollenberg kamen ins Rathaus. Zu den alten gesellten sich die ganz jungen Raubkatzen: Für die Meistertitel des mittlerweile am längsten bestehenden Footballvereins Europas aus den 90er-Jahren war Jürgen Ganswindt dabei.

Akteure und Trainer aus dem aktuellen Team fehlten auch nicht: Nationalspieler Till Janssen, Verteidiger Waheed Bhikh und vom Trainerstab Chef-Coach Pepijn Mendoca und Sport-Direktor Terence Amgatcher. Besonders sind auch die Engelmanns. Seit 20 Jahren ist die Familie, sowohl Eltern als auch die Söhne, bei den Panthern aktiv. Mutter, Vater und Sohn Fabian Engelmann helfen den Düsseldorfer Footballern in ihrer Teamzone während des Spiels.

Aufgabengebiet der Söhne Kevin und Manuel, beide fast zwei Meter große Schwergewichte, ist dagegen das Spielfeld: Kevin ist mit 135 Kilogramm Gewicht in der Offense-Line, die die Angriffe des Gegners auf den eigenen Spielgestalter verhindern soll, ein wahres Bollwerk - oft genug zum Schutz seines jüngeren Bruders und Spielgestalters Manuel. Ihr Bruder Marcel spielte sogar mit Sebastian Vollmer in der Panther-Jugend zusammen.

Vollmer, der als ehemaliger Panther-Rookie später mit den New England Patriots zweimal den Super Bowl gewann, ist das Vorbild für einen der jüngsten aus der Panther-Familie im Rathaus: Der zehnjährige Tim, der stolz sein schwarz-rotes Trikot mit der Nummer 82 trug, konnte sogar im Rathaus sein sportliches Talent beweisen. Zwar nicht als Footballer, sondern, von Geisel passend zu dessen Geschenk für die Panther gebeten, als Radschläger.

Manfred Johann

(RP)