Empfang: Großer Abschied für Architekt Hartmut Miksch

Empfang : Großer Abschied für Architekt Hartmut Miksch

Die Wahl des Szene-Restaurants Les Halles mitten in einem neuen, modernen Wohngebiet für die Abschiedsfeier des ehemaligen Präsidenten der Architektenkammer NRW entspricht der Grundeinstellung von Hartmut Miksch: Er setzte sich für eine lebendige, abwechslungsreiche Stadt ein, verstand sein Amt nicht als bürokratischen Verwaltungsposten, sondern wollte Impulse für eine Baukultur in den Städten setzen. Davon konnte er Architekten, Politiker und Planer in zahllosen Gesprächen überzeugen – mit einer offenen, sympathischen, gewinnenden Art.

Die Wahl des Szene-Restaurants Les Halles mitten in einem neuen, modernen Wohngebiet für die Abschiedsfeier des ehemaligen Präsidenten der Architektenkammer NRW entspricht der Grundeinstellung von Hartmut Miksch: Er setzte sich für eine lebendige, abwechslungsreiche Stadt ein, verstand sein Amt nicht als bürokratischen Verwaltungsposten, sondern wollte Impulse für eine Baukultur in den Städten setzen. Davon konnte er Architekten, Politiker und Planer in zahllosen Gesprächen überzeugen — mit einer offenen, sympathischen, gewinnenden Art.

Deshalb standen seine Freunde und Weggefährten auch beim Abschiedsempfang Schlange, tauschten immer wieder fröhliche, anerkennende Worte aus — so beispielsweise die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer Barbara Ettinger-Brinckmann, die Landtagsvizepräsidenten Oliver Keymis (Grüne) und Gerhard Papke (FDP), der ehemalige Bauminister Harry K. Voigtsberger und Düsseldorfs Bürgermeisterin Gudrun Hock.

Dabei war Miksch durchaus in seinem Element, denn er ist als Argumentations-Partisan bekannt, sagte Mikschs Nachfolger Ernst Uhing bei seiner Würdigung. So hatte es jedenfalls der damalige Bauminister Michael Vesper (er war der Erste von fünf Bauministern, mit denen Miksch in seiner zwölfjährigen Amtszeit zu tun hatte) empfunden und damit einen typischen Charakterzug beschrieben. Mit dieser Überzeugungskraft hatte Miksch das Projekt Stadtbaukultur mit initiiert, hatte sich für die Fortschreibung der Honorarordnung eingesetzt, die verbindliche Fortbildung von Architekten durchgesetzt und sich nicht zuletzt vehement für bezahlbaren Wohnraum in den Städten eingesetzt (was ihm Anfeindungen als Sozi-Bonze einbrachte).

Das sei unfair gewesen, konstatierte Uhing. Denn Miksch sei zwar ein Vollblutpolitiker, könne für eine Sache Netzwerke spannen, aber er sei trotz SPD-Parteibuch kein Parteipolitiker. Was auch Bauminister Michael Groschek deutlich machte. Fern jeder Parteipolitik "hat mir Hartmut Miksch bei vielen Reisen und Quartiersbesichtigungen beigebracht, welche Rolle Architektur beim Leben in der Stadt spielt".

(bro)