Komödie An Der Steinstraße: Fröhliches Theater mit den "Golden Girls"

Komödie An Der Steinstraße : Fröhliches Theater mit den "Golden Girls"

Wer die Namen Dorothy, Blanche, Rose und Sophie hört, weiß sofort Bescheid. Zumindest dann, wenn er Serien-Fan ist und einen Fernseher hat. Genau: Diese vier Ladys waren bis vor 20 Jahren die "Golden Girls", eine Art Senioren-Wohngemeinschaft, die im Fernsehen übertragen wurde und wegen ihrer skurrilen Figuren und ihres bissigen Humors schnell zum Publikumsliebling avancierte.

Das scheint mit dem Theaterstück ähnlich zu werden. Denn für einige Aufführungen gibt es schon keine Karten mehr. "Silvester sind alle drei Vorstellungen ausverkauft", freuen sich Helmuth Fuschl und Paul Haizmann.

Paul Haizmann (l.) und Helmuth Fuschl (r.) übergeben die Komödie zum Jahreswechsel an Katrin Schindler und Michael Forner. Foto: Andreas Bretz

Für die Chefs der Komödie an der Steinstraße ist dieses Stück etwas Besonderes: Es ist ihre letzte Inszenierung als Leiter des Hauses. Fuschl inszeniert zwar noch zwei Stücke im nächsten Jahr — "die aber als Angestellter des Hauses". Ihre Nachfolger Kathrin Schindler und Michael Forner haben ihre Büros bereits bezogen und waren gestern bei der Präsentation der "Golden Girls" auch dabei.

Darin spielen Anita Kupsch, Viktoria Brams, Gudrun Gabriel und Kerstin Fernström die vier Damen, Armin Riahi wurde gleich für drei Rollen, Karl-Heinz von Hassel für zwei Rollen engagiert. Das ungewöhnliche Bühnenbild stammt von Thomas Pekny, die Kostüme von Kiki de Kock. Es ist das erste Mal, dass die "Golden Girls" in dieser Form neu interpretiert werden.

Der Autor Kristof Stößel hatte zwar schon mal eine Variation für ein Theater in Wuppertal geschrieben, aber nicht so umfassend wie diese Inszenierung der Komödie. Darin werden vier Geschichten rund um die betagten, aber lebensfrohen Damen aus Miami erzählt. "Wir wollen uns aber auf keinen Fall mit den Frauen aus dem Fernsehen vergleichen", so Anita Kupsch, die die schrullige Sophia darstellt. Es sei eine eigene Interpretation der Figuren.

Zum ersten Mal an der Komödie ist Viktoria Brams, die die Blanche spielt. Sie freut sich schon auf Düsseldorf. Ebenso wie sich Gudrun Gabriel (Dorothy) auf die Stadt gefreut hat. Ihr erstes Engagement nach dem Max-Reinhardt-Seminar hatte sie Ende der 1970er unter Günther Belitz am Schauspielhaus. "In dem Jahr habe ich auch meinen Mann, Martin Gelzer, in Düsseldorf kennengelernt. Wir sind immer noch verheiratet", sagt sie strahlend. Beide freuen sich auf einen gemeinsamen Auftritt in Düsseldorf: in den "Kalender Girls", ebenfalls an der Komödie. Diese Kalender-Girls sowie das Stück "Doppelfehler" sind die beiden Stücke, die Helmuth Fuschl für die Komödie noch inszenieren wird. Danach ist dann Schluss — nach elf Jahren. Haizmann: "Dann geht es erst einmal für einige Monate in die Steiermark."

Die "Golden Girls", die ab dem Frühjahr 2015 auch auf Tournee gehen, werden bis zum 7. Februar gespielt, Spielpause ist vom 21. bis 24. Dezember. Am ersten und zweiten Weihnachtstag sind wieder Vorstellungen. Anke Kronemeyer

(RP)