Fotografie: Freddie Mercury lebt in Düsseldorf weiter

Fotografie : Freddie Mercury lebt in Düsseldorf weiter

Ende der 1970er Jahre gab Bob Geldof mit den "Boomtown Rats" ein Konzert in der Düsseldorfer Philipshalle. Wie bei vielen Rock-Konzerten dieser Zeit war auch Wolfgang Sohn im Publikum und fotografierte die Musiker.

Ende der 1970er Jahre gab Bob Geldof mit den "Boomtown Rats" ein Konzert in der Düsseldorfer Philipshalle. Wie bei vielen Rock-Konzerten dieser Zeit war auch Wolfgang Sohn im Publikum und fotografierte die Musiker.

Links: Als Rockstars noch wie Rockstars aussahen – Queen-Sänger Freddie Mercury und Bob Geldof, der sich inzwischen als Polit-Aktivist einen Namen gemacht hat. Oben: Wolfgang Sohn mit seinen Bildern in der Galerie an der Adlerstraße. Foto: Sohn (2), Andreas Endermann

"Normalerweise kämpfte ich für eine gute Perspektive um einen Platz", sagt Sohn. Aber bei Bob Geldof war es anders. "Mitten im Konzert hielt er inne und holte mich und ein paar andere Fotografen auf die Bühne, damit wir gute Bilder machen konnten.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Ich schraubte ein neues Objektiv auf und fotografierte los." Während der Musiker seinen Klassiker "I don't like Mondays" sang, bewegte sich Sohn auf der Bühne ganz frei. Einige dieser Fotos und die vieler anderer Rock-Größen zeigt er nun in einer Ausstellung. Sohn, der heute die Düsseldorfer Event-Agentur Xawo leitet, war auf vielen Konzerten. Bei Supertramp und Roxy Music beispielsweise, und besonders gern hatte er den Queen-Sänger Freddie Mercury.

"Mercury war ein Profi auf der Bühne", sagt der heute 59-Jährige. "Er wusste bei seinen Auftritten immer, wo auf der Bühne für ihn das beste Licht war, um für Zuschauer und Fotografen zu posieren." Die vielen Aufnahmen — inzwischen älter als drei Dekaden — hatte Sohn auf Dia Kodak Chrom archiviert. Mit den Jahren hat das Material an Qualität verloren, und Sohn überlegte, wie er den alten Fotos neuen Pepp verleihen konnte. "Ich wollte nicht einfach Bilder von damals zeigen, sondern meine Arbeiten für die Gegenwart modernisieren.

" Und so digitalisierte er die Dias und kombinierte die Aufnahmen mit Graffiti-Fotos, die er in New York gemacht hatte. Wolfgang Sohns Ausstellung ist noch bis zum 19. Juli an der Adlerstraße 54 zu sehen. Holger Lodahl

(RP/rl)