Fortuna Düsseldorf: Ein Besuch im rot-weißen Wohnzimmer

Fortuna-Treffen : Ein Besuch im rot-weißen Wohnzimmer

Einmal hinter die Kulissen blicken und mit Spielern und Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf reden – dieser Traum wurde geladenen Gästen bei einer exklusiven Stadiontour erfüllt.

Einmal  mit dem Mannschaftsbus der  Fortuna  fahren und  sich in der Kabine umsehen,  diesen Wunsch  erfüllten die Fortuna-Botschafter  Michael Hanné, Boris Neisser, Rainer Mellis, Uwe Mies, Hans-Jürgen Tüllmann, Andreas Nawrocki und Michael  Brechter am Mittwochabend  rund  250  Gästen. „Wir wollen  ein neues Netzwerk schaffen und Fortuna  als Marke positionieren“, sagte  Rainer Mellis, Vorstandssprecher der Volksbank  Düsseldorf-Neuss, und   stieg mit  einer der  acht Gruppen in den Bus.

Zu Beginn  plauderte Frank Donell  ein wenig aus  dem Nähkästchen, berichtete, dass  Torwart Michael Rensing immer  hinten links sitze und dass Fahrer Jens Minhorst  mit dem Bus  zu jedem Spiel fahre, während das Team bei  weiterer Entfernung  zum Spielort mit dem Flugzeug fliege. So  saß  Donell mit seinem Fahrer  allein im Bus, nachdem  der Aufstieg in Dresden  perfekt war. „Wir wurden auf der Heimfahrt gefühlte 5000 Mal angehupt“, sagte er  grinsend. Dabei  saß die Mannschaft  schon längst im Flieger.

Mellis  führte die Besucher schließlich ins „Wohnzimmer“ der Fortuna – in jenen Part der Arena, wo alles  in den Vereinsfarben Rot und Weiß leuchtet. Dann ging es  hoch zur Kabine. Dort warten schon Co-Trainer Axel Bellinghausen und Kollege Thomas Kleine. Bellinghausen  zeigte Entertainer-Qualitäten, erzählte von Training, den Gefühlen kurz vor Anpfiff, zeigte auf seinen früheren Platz (direkt neben der Toilette) und  berichtete, dass es den Anstrich in Vereinsfarben erst seit  zwei, drei Jahren gebe. Dann beantwortete er Fragen. Wie die Gegnerkabine aussieht? „Interessiert mich nicht.“  Und als er noch in Augsburg spielte, ob da das Nummernschild  für sein Auto auf „F95“ gelautet habe. Bellinghausen lakonisch: „Falsch.“ Pause.  „Ich hatte FD 1895!“ Tosendes Gelächter in der Kabine.

Noch ein paar Fotos, dann ging es zu Teammanager Sascha Rösler in den  Spinning-Raum. Hier durften die Gäste  auf sein Kommando radeln wie die Profis, die  sich sonst dort anschwitzen oder ausradeln. Dekoriert ist  der Raum mit Schwarz-Weiß-Fotos großer Fortuna-Erfolge  – von der Meisterschaft 1933  bis zum bislang letzten Pokalsieg 1980.

Nächster  Stopp: Pressekonferenz. Der Publikumsliebling vergangener Tage, Andreas „Lumpi“  Lambertz, sowie  Keeper  Michael Rensing  beantworteten ebenfalls Fragen und berichteten auch, was sie den Medien besser  schon mal nicht sagen sollen. „Ich konnte die Situation aus meiner Position  nicht richtig sehen, ist  manchmal das beste Statement“, meinte Lambertz mit einem Augenzwinkern.

Für die angereisten Gäste war der Ausflug hinter die Kulissen des Vereins ein besonderes Erlebnis. „Das war sehr persönlich  und   sehr professionell“, sagte Rechtsanwalt Jörg Zerhusen  vom Vorstand der Destination Düsseldorf. „Höchst spannend“, meinte Ulf Beecken  von der gleichnamigen Marketing-Agentur. Eventmanager  Nils Gropp  war zufrieden, endlich einmal die Kabinen  von innen gesehen zu haben. Sein Begleiter, HNO-Arzt Matthias Meisel,  ergänzte grinsend: „Jetzt kenne ich auch ein paar Spieler und nicht  nur deren Ohren.“

Zufriedenheit zeigte sich aber auch bei den Veranstaltern. So wollen die Botschafter in Zukunft  weitere Veranstaltungen  folgen lassen. „Wir wollen ein Netzwerk  aufbauen für Fortuna und keine Kopie  vorhandener Netzwerke sein“, sagte Rainer Mellis. Ein Blick ins rot-weiße Zuhause in der Arena  könnte  demnach wiederholt werden – dann aber  mit anderen Gästen. Darüber hinaus arbeiten die Botschafter  bereits an einer Folgeveranstaltung,  um Fortuna als Marke  zu positionieren. 

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