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Premiere: Endlich gibt es wieder einen Grund zu feiern im Schauspielhaus

Premiere : Endlich gibt es wieder einen Grund zu feiern im Schauspielhaus

Das Große Haus war Samstagabend voll besetzt, keine Karte mehr zu haben. Der gesamte Aufsichtsrat war da, der Freundeskreis um Michael Strahl und Peter Haeffs sowieso, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, der zuständige Abteilungsleiter für Kultur im NRW-Ministerium, PeterLandmann, und die ebenfalls mit Kultur befasste Kollegin in der Staatskanzlei, Bettina Milz.

Das Große Haus war Samstagabend voll besetzt, keine Karte mehr zu haben. Der gesamte Aufsichtsrat war da, der Freundeskreis um Michael Strahl und Peter Haeffs sowieso, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, der zuständige Abteilungsleiter für Kultur im NRW-Ministerium, Peter Landmann, und die ebenfalls mit Kultur befasste Kollegin in der Staatskanzlei, Bettina Milz.

Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel folgte der Einladung und begab sich bei der Premierenfeier im Foyer auf die Bühne. Er habe gehört, dass man es sensationell fände, dass er das Theater besuche, sagte Geisel. Dabei sei es selbstverständlich. Zwei Bürgermeister und einige Ratsmitglieder folgten ebenfalls der Premierenvorstellung von Shakespeares "Sommernachtstraum", die in Düsseldorf ziemlich schräg inszeniert wird und offenbar genau den Geschmack des Publikums traf.

Kein Wunder, dass der auf zwei Jahre gewählte Intendant Günther Beelitz strahlte. "Sie sehen mich glücklich", sagte er, obwohl er gleichzeitig bekanntgeben musste, dass das frühere Ensemblemitglied Guntram Brattia tödlich verunglückt war. Beelitz stellte sein Ensemble vor - darunter viele neue. Er sei froh, sagte Beelitz, dass Ballettdirektor Martin Schläpfer nicht zugeschaut habe, denn der hätte ihm sicher seinen Puck vom Fleck weg engagiert.

Moritz Führmann spielt den Wirbelwind, der die Menschen verzaubert und im Auftrag des Elfenkönigs die Fäden zieht. Über weite Strecken trägt er nur eine Unterhose, so dass die vielen blauen Flecken aus den Proben gut zu sehen sind. Doppelten Applaus spendete ihm Anna Schudt, seine Frau, ebenfalls Schauspielerin. Premierenplauderthemen gab es auch: die Intendantensuche und der hässlichste Parkplatz von Düsseldorf.

Gut, dass Geisel da war und sehen konnte, was man auf dem Vorplatz des Gustaf-Gründgens-Platzes angerichtet hat.

(abo)